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Selbstberührung Frau 366726Die Liebe zu einem anderen Menschen hat ihren Ursprung in der Liebe zu uns selbst. Auch die Liebe zu uns selbst ist umfassend, berührt uns in allen Aspekten unseres Seins.

Sie drückt sich in unseren achtvollen und wertschätzenden Gedanken über uns und unser Frausein, bzw. Mannsein aus sowie in unserem Umgang mit unserem Körper und unserer Sexualität. Der Grad der Selbstliebe wiederum zeigt sich auch außen im Spiegel unserer Beziehungen und Partnerschaft.

Was denkst du über dich selbst als Frau oder als Mann? Glaubst du, dass du ein attraktives und bezauberndes Wesen bist, das anderen viel zu geben hat, ausgestattet mit einem schönen Körper, der alles enthält, um eine glückliche, liebevolle und erfüllte Sexualität zu führen? Fühlst du dich in deinem Körper zuhause und traust seinen Impulsen? Bist du froh eine Frau zu sein, stolz ein Mann zu sein und bringst dies gern zum Ausdruck? Oder trägst du noch unversöhnt ein Bild deiner Mutter in dir, das Bild deines Vaters, das du nur ablehnen konntest?

Die Selbstliebe beginnt mit der Akzeptanz und dem Sich-wohlfühlen im eigenen Körper, sowie der Identifizierung mit dem eigenen männlichen oder weiblichen Geschlecht. Die Selbstliebe und Selbstwertschätzung für das eigene Geschlecht ist dann auch die Voraussetzung, um die eigene Sexualität, die immer auch in ihrer Essenz weiblich oder männlich ist zu erforschen und zu entfalten. Dies beinhaltet das Gefühl ganz im eigenen Körper angekommen zu sein sowie die Freude an seinem sinnlichen Spiel und Ausdruck.

Unser Körper ist auch Sitz all unserer Gefühle und Empfindungen. Nur durch ihn fühlen wir und können wir unsere Gefühle und Empfindungen zum Ausdruck bringen. In einem Körper, der durchlässig und weich ist, fließt eine unaufhörliche pulsierende Bewegung, löst ein Vibrieren des Körpers aus und erzeugt die natürliche lustvolle Erregung von der Basis, die sich in Lebensfreude verwandelt.

Sie ist der natürliche, unschuldige und ungehemmte Ausdruck unserer Lebensenergie. Diese innere Pulsation vermittelt ein Gefühl von Stärke, Vitalität, Wohlbefinden und lebensbejahender Freude, sowie die Identifizierung und Sinnhaftigkeit unseres Lebens als Frau oder als Mann.

 

Übung: „Ich liebe mich“

Lege dich nackt auf dein Bett oder einen anderen behaglichen Ort und streichle deinen ganzen Körper. Berühre deinen ganzen Körper und schließe alle Körperteile mit ein. Wahrscheinlich wirst du dabei zum ersten Mal bemerken, wie viele Körperteile du normalerweise gar nicht mehr wahrnimmst und sie einfach nur achtlos mit dir herumträgst. Beziehe auch deine Genitalien selbstverständlich mit ein, ohne dich darauf zu fixieren. Schenke deinem ganzen Körper Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit. Unterstütze deine Berührungen mit liebevollen Gedanken. Sage dir selbst laut dabei: „Ich liebe mich“, während deine Hände langsam über deinen Körper gleiten. Spüre die Botschaft deiner Hände in deinem Herzen, wenn du diesen Satz wiederholst. Schon hierbei kann es passieren, dass dieser Satz dir nur schwer oder gar nicht über die Lippen kommt. Vielleicht löst er auch verschiedene Gefühle in dir aus. Vielleicht wird dieser Satz in Traurigkeit erstickt, wenn du spürst, wie lange du ihn schon nicht mehr gehört hast – und schon gar nicht von dir selbst. Vielleicht tauchen Bilder auf, wo du lieblos und achtlos mit dir selbst warst. Erinnerungen an Situationen in der Sexualität, wo du dich von deinem Partner nicht gesehen oder übergangen gefühlt hast. Vielleicht wird dieser Satz der Selbstliebe auch von deiner Wut auf dich selbst oder den Mann/ die Frau erstickt, wenn du dich an sexuelle Begegnungen erinnerst, in denen du selbst oder dein Partner einfach nur „eine Nummer geschoben“ haben, routiniert, gelangweilt ohne dass dein Herz beteiligt war.

Lass dich dadurch nicht irritieren. Lass die Bilder und Erinnerungen zu und die damit verbunden Gefühle, die dein Körper freigibt. Das sind besondere Momente der Heilung. Wir bemerken oft gar nicht welchen Unrat an verletzten Gefühlen wir mit uns herumtragen, die uns in der Liebe und Sexualität blockieren. Wie halbherzig und oberflächlich wir oftmals nur lieben können, weil uns die alten Verletzungen im Weg stehen. Wie oft wir auch in der Sexualität nur funktionieren oder einfach nur „mitspielen“, aus Angst den anderen zu verlieren. Wie wenig wir uns einlassen, um die Kontrolle über das sexuelle Geschehen zu behalten.

Daher begrüße innerlich all die Bilder und Gefühle. Wertschätze deinen Körper und dein Unterbewusstsein dafür, dass du das jetzt erfährst. Akzeptiere die Tränen, die Wut oder auch Taubheitsgefühle, wenn sich zunächst keine Lust einstellt. Heiße alles, was geschieht mit einem Gefühl der Dankbarkeit und des Vertrauens willkommen und mit dem Satz „Ich liebe mich“.

Übung aus dem Buch „Weiblichkeit leben“

 

Bist du neugierig geworden, dann findest du mehr zu diesem Thema in unseren Büchern: „Tantra“, „Weiblichkeit leben“, „Männlichkeit leben“, „Zueinander finden“ 


 

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