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Glückskurs

  • lifecreation-2Intention

    Dies ist ein Kurs im Glücklichsein. Er ist für unsere Teilnehmer und allen interessierten Menschen konzipiert, die mehr Glück in ihr Leben holen wollen. Der Kurs stellt einen kontinuierlichen psychologisch-spirituellen Schulungsweg für den Alltag dar. Er will Menschen darin unterstützen, ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen, in dem sie sich als Schöpfer erleben und nicht als Opfer. Der Kurs besteht aus Texten, Geschichten und Übungen, die Schritt für Schritt durch die Erforschung des eigenen Bewusstseins im Alltag führen. Bei den Übungen, die eine Weile praktiziert werden sollten (mind. 7 Tage) handelt es sich oft um Beobachtungsaufgaben, Wahrnehmungsschulungen oder eine innere Ausrichtung, die keine zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt.
    Sie unterstützen darin immer mehr die Geisteshaltung des Opfers aufzugeben, und sich an den eigenen schöpferischen Einfluss zu erinnern.
    Wir hoffen dadurch wöchentlich Motivation und Freude zu vermitteln, um jeden Tag den Zustand des Glücks zu erleben.

  • Der Atem ist die Grundlage unseres Lebens. Er ist unser Leben. Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug nach Durchtrennen der Nabelschnur und endet mit dem letzten Atemzug bei unserem Tod.

    Die Atmung geschieht unwillkürlich, wie auch alle anderen Körperfunktionen, die für uns lebenserhaltend sind. Alle lebenswichtigen Körperfunktionen und somit auch die Atmung werden von unserem vegetativen Nervensystem gesteuert. Unser Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem Zentralnervensystem, mit seinen willkürlichen und bewussten Bewegungen und dem vegetativen Nervensystem, das alle unwillkürlichen Funktionen übernimmt. Der Atem geschieht erst einmal automatisch und ist daher den meisten Menschen unbewusst. Er kann aber auch willkürlich, d.h. bewusst gelenkt und kontrolliert werden.

    Der flache Atem

    Die meisten Menschen schenken jedoch ihrem Atem wenig Aufmerksamkeit. Das führt unter anderem dazu, dass die Menschen im Allgemeinen recht flach atmen. Die Lungenkapazität eines Erwachsenen umfasst etwas mehr als drei Liter, wovon normaler Weise nur ein siebtel ausgeschöpft wird. Die meisten Menschen nehmen nur einen halben Liter Luft zu sich. Die Lungen bestehen aus drei Kammern oder Lappen: den oberen, unteren und mittleren Lappen. Für gewöhnlich wird nur letzterer beansprucht.

  • Mögen alle Wesen Glück erleben und die Ursachen von Glück.
    Mögen sie frei sein von Leid und den Ursachen von Leid.
    Mögen alle verweilen im Zustand der Glückseligkeit,
    frei von Gier, Aggression und Urteil.

    Mitgefühl ist das Bewusstsein einer tiefen Verbindung zwischen dir und allen Geschöpfen. Sie beruht auf dem Bewusstsein, dass wir Menschen alle gleich sind und zwar in zweierlei Hinsicht. Wir sind gleich, denn wir teilen für eine Weile miteinander dieses Leben hier. Wir haben alle einen Körper, der vergänglich ist, d.h. sterben wird. Das bedeutet, je mehr ich meine eigene Vergänglichkeit anerkennen und annehmen kann, umso tiefer entwickle ich das Bewusstsein von Mitgefühl. Und wir sind gleich, weil wir alle den selben Wunsch nach Glück, Liebe, Freude haben, d.h. die Sehnsucht nach Hause zu kommen zu uns selbst, zu unserem ursprünglichen göttlichen Wesenskern. Auch darin sind wir gleich, daran haben wir alle gleichermaßen Anteil. Denn wir alle kommen aus diesem göttlichen Ursprung und tragen diese Essenz in uns. Wenn ich Mitgefühl habe und mich mit einem anderen Lebewesen verbinde, dann auf diese zweierlei Arten. Mitleid dagegen, was viele Menschen mit Mitgefühl verwechseln beruht auf Trennung. Es ist unecht. Wenn ich Mitleid mit jemandem habe, gehe ich von einer anderen, besseren Position aus. Ich stelle mich über den anderen und schaue auf diesen Menschen herab und bin froh, nicht dort zu stehen, wo der andere steht. Das ist keine Verbindung. Wenn wir ganz durchdrungen sind von Mitgefühl, dann ist Verbindung da. Sie erlaubt keinerlei Trennung.

  • Drei Schüler von verschiedenen Zen-Schulen streiten sich darüber, wer den größten Meister hat. Der erste: „Mein Meister vollbringt wahre Wunder. Er kann sogar übers Wasser laufen." Der zweite: „Mein Meister schreibt auf der einen Seite des Flusses etwas in die Luft und auf einer Tafel, die ein Schüler hält entsteht die Schrift - das ist ein wahres Wunder." Erwartungsvoll schauen beide den dritten an. „Mein Meister vollbringt das größte erdenkliche Wunder: Wenn er isst, dann isst er, wenn er geht, dann geht er, wenn er schläft, dann schläft er."

    Wer kann das schon? Unsere Außenorientierung und Sinnesüberflutung bewirkt, dass wir selten mit der Aufmerksamkeit bei dem sind, was wir tun. Beim Kaffeetrinken lesen wir Zeitung, beim Essen reden wir über alles mögliche, beim Autofahren telefonieren wir, beim Sex denken wir an unser letztes Streitgespräch... Fast niemand tut einfach das, was er tut. Und das genau macht unglücklich.

  • Ein - Aus
    Tief - Langsam
    Ruhig - leicht
    Lächelnd - frei
    Dieser Augenblick
    Wunderbarer Augenblick Thich Nhat Hanh

    In unserer materialistisch geprägten Kultur wird viel Wert auf das Aussehen des Körpers gelegt: Kosmetik, plastische Chirurgie, Wellness und Bodybuilding sind in Mode. Und obwohl viele Menschen ihrem Körper Gutes tun mit Sport, Wellness und Masssagen bewohnen sie ihren Körper nicht wirklich. Menschen, die einen guten Kontakt zu ihrem Körper entwickelt haben, haben ein Gefühl wie im eigenen Körper wirklich anwesend zu sein, ihn zu bewohnen oder auch ein Gefühl, zu hause im Körper zu sein. Dazu gehört die Fähigkeit, den eigenen Körper in jedem Detail wie auch zu jedem Zeitpunkt bewusst wahrnehmen zu können, sowie die Fähigkeit, über die Gedanken und den Atem Einfluss auf das Wohlbefinden des Körpers nehmen zu können. Einen guten Kontakt zum eigenen Körper zu haben bedeutet auch, sich zu fühlen bei allem, was man erlebt. Um Glück und andere Gefühle zu erleben braucht es den Kontakt zum eigenen Körper. Glück wird nicht in den Gedanken wahrgenommen, sondern ist immer erlebbar an einer bestimmten Stelle im Körper. Gerade in Situationen von Stress, Anspannung, Hektik, mentaler Arbeit oder Gefühlen, die wir nicht erleben wollen, verlieren wir häufig den Kontakt zum eigenen Körper und trennen uns damit auch von uns selbst. Wenn wir das tun können wir natürlich auch nicht dafür sorgen, dass wir uns in unserem Körper wieder wohl fühlen.

  • Inhaltlich knüpft dieses Kapitel an das vorangegangene an. Die hierzu gehörige Übung unterstützt und spezifiziert noch einmal die vorangegangene Übung.

    Ich bin angekommen,
    ich bin zuhause,
    im Hier, im Jetzt.
    Ich bin fest, ich bin frei,
    im tiefsten Wesensgrund verweile ich.
    Thich Nhat Hanh

    Ein sehr wirkungsvolles Mittel, um den Geist heimzuholen habe ich, Björn, als junger 21-jähriger Mann in Indien gelernt. Ich wohnte in Benares am Ganges und nahm dort Tabla-Unterricht, eine indische Trommel. Ich war so intellektuell und mein Geist so sprunghaft, dass ich einfach keinen Rhythmus halten konnte. Also bekam ich von meinem Lehrer folgende Aufgabe: „Jeden Morgen auf dem Weg am Ganges entlang von deiner Pension zum Ashram zähle deine Schritte." „So eine primitive Aufgabe" dachte ich, eine Beleidigung für meinen Verstand. Aber ich tat, wie mir geheißen. Der Weg dauerte etwa eine halbe Stunde und das Gangesufer, der heilige Fluss Indiens am Morgen ist einfach ein spannendes Abenteuer, voll pulsierendem Leben: Menschen, die aus ganz Indien hierher strömen, Verkäufer, die einem etwas andrehen wollen, Bettler, die sich aufdrängen, Mönchsgesänge und rituelle Waschungen, Leichenverbrennungen, Opferzeremonien - überhaupt kein Vergleich mit einem deutschen Flussufer. Und ich verlor immer wieder die Zahl, war zu abgelenkt. Der Lehrer stellte mir nur zwei Fragen: „Wie viele Schritte hast du gemacht?"

  • Dieses Kapitel schließt direkt an das Vorangegangene an.

    Wir alle streben danach glücklich zu sein. Dieses Glück suchen wir jedoch meistens in äußeren Dingen und machen es auch an äußerem Erleben fest. Das bedeutet, dass wir dann glücklich sind, wenn es im Leben so läuft, wie wir es uns vorstellen. Das bewerten wir positiv, denn wir fühlen uns indem was wir wollen und denken bestätigt und diese Bestätigung macht uns glücklich.

    Äußeres Glück ist begrenzt

    Dieses Glück ist jedoch begrenzt, da es an unsere begrenzte Persönlichkeit oder Ego, d.h. an unsere Vorstellungen, Bewertungen und Gefühle gebunden ist. Diese Art von Glück kommt und geht. Denn das Leben funktioniert nicht immer so, wie wir es uns vorstellen. Jeder macht Erfahrungen der Verunsicherung, wenn es nicht so läuft, wie wir uns vorstellen, wenn Menschen (und insbesondere Liebespartner) nicht in der von uns erwarteten Weise handeln, wenn Dinge in unserem Leben passieren, bei denen wir uns ohnmächtig und als Opfer fühlen. In solchen Situationen fühlen wir uns dann unglücklich oder wütend oder gar verzweifelt. Wir hadern oder grollen mit den Menschen, den widerwärtigen Ereignissen oder mit dem Leben (dem lieben Gott) an sich. Dann tritt der innere Frieden immer mehr zurück und zum Vorschein kommen Anspannung und Stress, die uns vereinnahmen. Da wir das Verhalten von Menschen oder bestimmte Ereignisse jedoch nur bedingt verändern können ist das der Zeitpunkt, wo wir uns selbst, unserem Innern zuwenden müssen, um unsere innere Mitte und den damit verbundenen Frieden wiederzufinden. Es ist dieser Raum des Inneren Gewahrseins, in dem wir anhaltendes Glück finden können. Dieses Glück hat eine etwas andere Qualität als das Glück, dass wir im Außen suchen. Frieden entsteht, wenn ich meine Beurteilungen und Vorstellungen über bestimmte Menschen oder Ereignisse aufgebe und Ja sage zu dem, was gegenwärtig ist.

  • Der menschliche Geist ist etwas Großartiges. Er besitzt grenzenloses Potenzial. Mit ihm haben wir alles, was wir brauchen, um ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit, Liebe und Glück zu leben. Unser Geist hat die Fähigkeit zu entscheiden und dem eigenen Willen gemäß zu handeln. Er kann Gefühle heilen und transformieren. Der Geist vermag Wahrheit zu erkennen, einschränkende Vorstellungen und Überzeugungen aufzulösen und Wünsche und Ziele zu kreieren und zu manifestieren.

    Um diese Fähigkeiten des Geistes nutzen zu können braucht es Wissen und Übung. Und die Fähigkeit, den Raum des Geistes, aus dem alles entsteht aufsuchen und darin verweilen zu können. Dieses Wissen und die entsprechende Praxis werden im LifeCreation Coaching vermittelt.

    Um den geistigen Raum kennen zu lernen und in ihm verweilen zu können braucht es die Anerkennung und Praxis dreier Seinszustände, die Voraussetzung und Unterstützung dafür sind. Wir nennen sie die drei Schlüssel zur Glückseligkeit, die uns grundlegend für unser Leben und Glück scheinen. Diese drei Schlüssel zum Glück sind zugleich die drei Dharma Siegel des Buddhismus (Schlüssel zur buddhistischen Lehre).

    Sie sind: Unbeständigkeit & Wandel / Präsenz
    Inter sein / die Verbindung mit allen Lebewesen
    Leere / frei sein von allen Vorstellungen und Überzeugungen

  • Die eigene Einzigartigkeit anzuerkennen ist ein Merkmal von Liebe. Ein Baby, das auf die Welt kommt, in der Geborgenheit und Liebe der Eltern, fühlt sich zutiefst bestätigt in seiner Existenz. Jedes Baby lebt in der Selbstverständlichkeit seines Daseins. Es ist - weil es ist. Solange ein Baby in Einheit lebt mit seiner Umgebung erfährt es eine sinnenhafte Bestätigung seines Daseins.

    Trennung führt zu Abgrenzung und Konkurrenz

    Erst im Laufe des Individuationsprozesses, wenn es sich aus der Einheit mit der Mutter und Umwelt herausentwickelt und sich als getrennt von diesen erlebt, beginnt es die Frage nach der eigenen Existenzberechtigung zu stellen. Dieser Trennungsprozess erhält einen ersten Höhepunkt in der ödipalen Phase, wenn die selbstverständliche Liebe des Kindes zur Mutter/Vater in Frage gestellt wird, weil es erlebt, dass es da noch jemanden anderes gibt, der aus seiner Liebe einen Anspruch erhebt. Vielleicht zum ersten mal tritt in dieser Phase Konkurrenz auf - zum gleichgeschlechtlichen Elternteil.

  • Zu Beginn eine Geschichte:

    "Ich hab von einer alten Frau gehört, die in einem Bus fuhr. Sie war sehr ängstlich und machte sich große Sorgen, ihre Station, an der sie aussteigen wollte, zu verpassen. Jemand, der neben ihr saß, sagte: Machen sie sich keine Sorgen. Der Schaffner ruft jede Station aus. Sie können ihre nicht verpassen. Er rief den Schaffner, und die Frau bat den Schaffner persönlich noch mal auch wirklich ihre Haltestation auszurufen. "Machen sie sich keine Sorgen. Ich rufe jede Haltestation aus. Aber jetzt werde ich´s mir merken und ich werde extra zu ihnen kommen und ihnen Bescheid geben, wenn wir an ihrer Haltestelle angekommen sind. Machen sie sich also bitte keine Sorgen. Wo wollen sie denn hin?" Die Frau, schweißgebadet und voller Sorge, sagte: Meine Haltestelle heißt „Endstation".

    Dieser kleinen Geschichte einer besorgten alten Dame möchte ich ein Zitat von Thich Nhat Hanh gegenüberstellen stellen:
    "Wir haben alles, was nötig ist, um den gegenwärtigen Augenblick zum glücklichsten Moment unseres Lebens zu machen. Das einzige, was dazu nötig ist, ist, dass du vollkommen präsent bist, dass du ganz im gegenwärtigen Augenblick verweilst."

  • Carpe Diem. Du allein bist für Dein Leben verantwortlich.
    Erlaube niemandem zu keiner Zeit Entscheidungen für Dich zu treffen. Entscheide selbst."

    Menschen, die in das LifeCreation Training kommen beklagen oft, dass sie sich unfähig fühlen bestimmte Entscheidungen in ihrem Leben zu treffen. Jede Entscheidung bedarf eines langwierigen Abwägens und selbst danach quälen sie Zweifel, ob die getroffene Entscheidung die beste war. Sie erleben die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen nicht als Wahlfreiheit, sondern als Herausforderung oder Belastung. Meist erwarten die Menschen dann im Training Hilfestellung, um eine bestimmte Lebensentscheidung zu treffen und hoffen dann, dass durch die Entscheidung alles anders wird. Das ist jedoch meistens nicht der Fall. Es geht also darum die Fähigkeit und Freude wieder zu entwickeln, die Macht und Freiheit zu haben, selbst Entscheidungen zu treffen. Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich durch erfolglose dadurch, dass sie möglichst viele Entscheidungen fällen und das genießen. Nur durch selbst gefällte Entscheidungen lernen wir. Die Fähigkeit, Entscheidungen mit Freude und Leichtigkeit zu treffen ist nicht angeboren, sondern trainierbar. Mache dir deutlich: Ob du willst oder nicht: du entscheidest immer. Nicht zu entscheiden oder andere entscheiden zu lassen, ist auch eine Entscheidung. Erwachsen werden bedeutet, eigene Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Die eigene Entscheidungsmacht abzugeben und dann andere für das angenehme oder unangenehme Ergebnis verantwortlich zu machen, ist ein kindliches Verhalten. Mit jeder bewussten Entscheidung, deren Ergebnis du als positiv bewertest wird deine Schöpferkraft verstärkt.

  • Gefühle wahrzunehmen und sie auch zum Ausdruck zu bringen gehört zu den natürlichen Fähigkeiten, die wir von Geburt an mitbekommen haben. Das in Kontakt sein mit unseren Gefühlen gehört somit zu unserer essentiellen Natur und beinhaltet einen wesentlichen Aspekt unserer Lebensqualität. Gefühle bereichern unser Leben, halten unsere Beziehungen lebendig und kommunikativ und geben uns selbst ein Gefühl von Integrität.

    Viele Menschen haben jedoch im Laufe ihres Lebens diese natürliche Fähigkeit verloren.
    Durch Belohnung oder durch Bestrafung haben sie schon sehr früh als Kind gelernt, nur bestimmte Gefühle zu zeigen und andere zu verstecken. Das hat sie dazu veranlasst, die eigenen Gefühle als gute und schlechte Gefühle zu bewerten und aufzuteilen. Die guten Gefühle dürfen ausgedrückt werden, die schlechten müssen verborgen bleiben. Diese Bewertung und Aufteilung von Gefühlen hat wiederum dazu geführt, dass viele Menschen nur noch sehr wenig fühlen. Sie vermeiden es grundsätzlich zu fühlen, denn sie könnten mit Gefühlen in Kontakt kommen, die sie nicht mögen, bzw. als negativ oder schlecht bewerten. Gefühle von Angst, Enttäuschung, Schmerz, Wut oder Trauer werden vermieden. Das Problem dabei ist, dass wir uns nur entscheiden können zu fühlen oder nicht zu fühlen. Denn Gefühle sind lediglich Ausdruck unserer Lebensenergie. Wenn wir uns entscheiden wieder mehr in Kontakt mit unseren Gefühlen zu kommen, braucht es die Bereitschaft, alle Gefühle fühlen zu wollen.

  • Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind ein vertracktes und weit verbreitetes Kommunikationsmuster, das insbesondere im Kontext naher, intimer Beziehungen stattfindet. Natürlich finden sie wie alle anderen Themen auch hier am häufigsten statt, da wir uns in Liebesbeziehungen und Partnerschaften am meisten öffnen, lieben und daher am ehesten an unsere kindheitlichen Traumen von Enttäuschung, Verletzung und Zurückweisung andocken.

    Vorwürfe und Schuldzuweisungen entstehen aus einem Gefühl, nicht verstanden, verletzt oder in irgendeiner Form zurückgewiesen worden zu sein. Sie können als Widerstände gegen genau diese ungeliebten Gefühle verstanden werden. Sie werden erhoben, wenn es unbewusste Erwartungen, Bedürfnisse, Hoffnungen und Vorstellungen an den anderen gibt, die nicht erfüllt werden. Hierbei wird die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche abgelehnt und stattdessen der andere damit behelligt. Erfüllt der andere diese Vorstellungen nicht – sei es aus Unvermögen oder Verweigerung – wird er für die eigene Unzufriedenheit und Frustration verantwortlich gemacht. Schuldzuweisungen sind daher immer ein Ausdruck davon, dass die Eigenverantwortung verweigert und die Freiheit des anderen missachtet wird. Wenn Verantwortung übernommen wird, gibt es keine Schuld mehr.

  • Zu Fühlen ist das Natürlichste auf der Welt und wir haben das alle mehr oder weniger verloren. Es ist das Natürlichste auf der Welt, denn jedes Baby kommt mit der Natürlichkeit des Fühlens auf die Welt. Das Baby, das Kleinkind besteht nur aus Fühlen. Es ist auf der Welt, es erlebt und erfährt die Welt fühlend. Mit der Zeit, wenn das Kleinkind seine Sprache entwickelt, beginnt es Begrifflichkeiten zu entwickeln. Sprache ist das Erfassen von Wirklichkeit durch Begriffe. Alles erhält einen Namen, alles erhält einen Begriff mit der Sprache. Und wir erkennen die Wirklichkeit nicht mehr durch unser Fühlen und Begreifen sondern durch Begriffe, Wörter, Namen. Sonne - oh hell schön; Frau - ah ja interessant; Mann - oh ja sieht gut aus. Es ist wie ein kleiner Übersetzungsapparat im Kopf, der so automatisch funktioniert, wie die Zündung im Motor. Es funktioniert voll automatisch, ohne dass wir es merken. Es kommt eine Übersetzung rein. Ich fühle etwas. Doch bevor ich anfange wirklich zu empfinden, habe ich eine Übersetzung und ein Wort. Es hat mit unserer Orientierung in der Außenwelt zu tun. Der Begriff ersetzt immer mehr das eigentliche Fühlen, Wahrnehmen. Der Begriff wird wertvoller als das unmittelbare Erleben. Denn der Begriff gibt uns Sicherheit. Wir können etwas einordnen - und fühlen uns sicher.

  • Eine Geschichte: "Wo hast du deinen Regenschirm abgestelt?"

    Ein Zenschüler kommt nach sieben Jahren der Meditation zu seinem Zenmeister, um weitere Belehrungen zu empfangen. Es ist ein regnerischer Tag. Als er bei seinem Meister ankommt, stellt er den Regenschirm vor der Haustür ab und betritt das Haus des Meisters. Er kniet vor ihm nieder und ist gespannt, welch´ schwierigen Koan sein Meister ihm dieses mal geben wird. Doch dieser stellt ihm nur eine einzige Frage: "Wo hast du deinen Regenschirm abgestellt?" Erstaunt und ein wenig pikiert antwortet der Schüler: "das ist doch völlig egal!" "Nein, nichts ist egal", antwortet der Meister. "Gehe noch einmal sieben weitere Jahre meditieren".

    Gegenwärtigkeit ist ein Zustand, in dem wir im Hier und Jetzt verweilen.

    Es ist ein Zustand jenseits unseres Verstandes und er ist für die meisten Menschen erst einmal unbekannt. Da wir uns meistens innerhalb unseres Verstandes, unseres Denkens bewegen, beschäftigen wir uns entweder mit der Vergangenheit oder mit der Zukunft. Wenn du dich einmal beobachtest, wirst du feststellen, dass du mit dem Analysieren, Interpretieren und Bewerten vergangener Ereignisse beschäftigt bist oder mit dem Vergleichen oder Spekulieren über zukünftige Ereignisse. Die Schamanen sagen, dass wir Menschen im Westen krank sind, weil unser Geist nicht da ist wo unser Körper ist. Unser Körper bewegt sich zwar in der Gegenwart, aber unser Geist ist mit Vergangenem oder dem Phantasieren über Zukünftiges beschäftigt.

  • Immer wenn wir einen Konflikt mit einem anderen Menschen haben, werden wir mit einem verborgenen abgespaltenen Anteil unseres Geistes konfrontiert, den wir ablehnen und negativ bewerten. Der äußere Konflikt repräsentiert dabei einen Konflikt, der in unserem Geist stattfindet, wenn unterschiedliche Anteile in uns Verschiedenes wollen. Diese verschiedenen Anteile in uns vertreten unterschiedliche Meinungen darüber, was uns letztendlich glücklich macht und verfolgen dementsprechend teilweise gegensätzliche Ziele.

    Der innere Konflikt wird nach außen verlagert, indem wir uns nur mit einem Anteil von uns identifizieren und diesen, meist vehement, nach außen hin vertreten. Während der gegensätzliche Aspekt verdrängt, abgespalten und dann auf andere projiziert wird. Wir bekämpfen dann im Außen, was wir innerlich nicht integrieren konnten. So können wir äußere Konflikte als die Suche unseres Unterbewusstseins verstehen, die gegensätzlichen Anteile in uns zu versöhnen und zu integrieren.

  • Lebe jeden Tag als wäre es der erste Tag vom Rest deines Lebens.

    Wer weiß schon, wann der letzte Tag seines Lebens ist!

    Unser Leben ist zwar in hohem Maße abgesichert, so wie in kaum einem anderen Land der Welt, wie zu keiner Zeit vorher. Und doch kann das Ende plötzlich kommen. Wie schockiert und unvorbereitet reagieren wir, wenn plötzlich ein Freund durch Unfall oder Krankheit stirbt, wie überrascht, wenn eine Beziehung plötzlich zu Ende geht, wenn wir eine Kündigung im Job bekommen oder sonst etwas Unerwartetes geschieht, das uns mit der Veränderbarkeit und Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert.

    Nach dem ersten Schrecken oder Schock folgt dann meist Bedauern. Bedauern wegen all der unausgesprochenen Worte, die wir versäumt haben diesem Menschen zu sagen, Bedauern wegen all der nichtgelebten Wünsche und Dinge, die wir tun wollten und doch nicht getan haben, aus Angst oder Scham oder Mutlosigkeit. Oder weil es so viele vernünftige Gründe gab, die dagegen sprachen. Dinge, die wir unterlassen haben zu tun, da wir sie für nicht wichtig genug gehalten haben. – Und irgendwann ist es zu spät dafür.

  • Leicht ist richtig. Beginne richtig und es ist leicht.
    Mache mit Leichtigkeit weiter und du bist richtig.
    Chuang Tzu

    Leichtigkeit ist ein körperlich verankertes Gefühl, wie auf Wolken zu schweben, schwerelos zu sein oder das Gefühl, alles fließt und ist getragen vom Fluss des Lebens. Leichtigkeit entsteht aus dem Eindruck zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort das Richtige zu tun und dabei selbst richtig zu sein. Wir treffen die Menschen, die wir treffen sollen. Wir begegnen ihnen auf eine Weise, die uns direkt anspricht und berührt. Menschen und Ereignisse kommen uns für das, was wir wollen, entgegen, sodass ein Gefühl von getragen sein entsteht. Leichtigkeit entsteht wenn wir in gutem Kontakt mit uns selbst sind, mit unserer Intuition und so auf die Menschen und Ereignisse eingehen, dass wir in unmittelbaren Kontakt mit allem sind. In dem Maße, wie ich mit meiner Aufmerksamkeit und Berührung ganz im Moment bin, den Pulsschlag der Gegenwärtigkeit in mir, in der Begegnung, in den Ereignissen spüre, spiegelt sich das im Lebensgefühl der Leichtigkeit. Leichtigkeit ist ein Gefühl, das ich nur im unmittelbaren Erleben der Gegenwärtigkeit erfahren kann. Leichtigkeit und Präsenz sind ein Geschwisterpaar.

  • Die Rück- Verbindung mit unserem ursprünglichen Wesen

    Die Liebe zu erleben ist eines der größten Geschenke, die wir im Leben empfangen können. Die Liebe, wenn sie uns ereilt, durchdringt und erfüllt unser ganzes Wesen. Geist, Herz und Sex werden von ihr durchdrungen und gleichzeitig trachtet unser ganzes Wesen danach, die Liebe zu verwirklichen. Es gibt viele Spielarten der Liebe und sie ist deswegen ein Geschenk, weil wir sie nicht willentlich „machen“ können. Obwohl die Liebe alle Ebenen unseres Menschseins betrifft, Gedanken, Gefühle, Vorgänge in unserem Körper, die Handlungsebene, ist sie doch nicht zu beschränken. Die Liebe ist allumfassend und unser essentieller Seinszustand, der unser Gefühl berührt und durchdringt.

    Die für uns am stärksten erfahrbare Liebe ist EROS, die sexuelle Anziehung zwischen Mann und Frau; die Suche der Frau / des Mannes nach dem anderen und das ihm innewohnende Versprechen der Erfüllung in Verbindung und Vereinigung. (Dies gilt natürlich auch für homosexuelle Beziehungen).

    Eine andere Form der Liebe ist die FREUNDSCHAFT, die über die reine Sympathie und gemeinsame Interessen hinausgeht. Freundschaft, in der einer für den anderen einsteht, ihm/ihr beisteht und in der man sich auf den anderen in jeglicher Beziehung verlassen kann.

  • schoepferDieser Satz klingt für einige Menschen wie eine Provokation. Er löst vielfach Widerstand aus, denn wir haben uns mit der Sichtweise abgefunden, dass wir keinen Einfluss auf unser Leben und andere Menschen haben. Die Sufis, die spirituellen Mystiker des Islam sagen: „Der Mensch ist eine Maschine." Und sie haben damit Recht, denn der allergrößte Teil unserer alltäglichen Handlungen geschieht völlig unbewusst, wie auf Autopilot. Nur wir haben den Autopilot programmiert und dann vergessen, dass wir die Programmierung vorgenommen haben. Und danach klagen wir über das Ergebnis wie in folgender Anekdote:

    "Ein Kapitän geht in Hamburg am Abend vor der Abfahrt seines Schiffes nach London noch mal auf die Reeperbahn. Dabei denkt er an seine verflossene Liebe in Kopenhagen und die Sehnsucht nach ihr quält ihn so sehr, dass er sich richtig vollaufen lässt. Sturzbetrunken torkelt er nachts auf die Kommandobrücke und beschließt zu ihr zu fahren - er programmiert den Autopilot um auf Kopenhagen. Danach fällt er in tiefes Delirium. Am Morgen kann er sich an nichts mehr erinnern und fährt aus dem Hafen. Sobald er die Küste hinter sich gelassen hat, stellt er den Autopilot an und das Schiff dreht auf Kurs nach Kopenhagen. Er meint jedoch nach London zu fahren und versteht die Welt nicht mehr, als plötzlich Dänemark in Sicht kommt: „Da wollte ich doch gar nicht hin." beklagt er sich. „Wer von euch hat den Autopilot verstellt?" stellt er die Mannschaft erbost zur Rechenschaft..."

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