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Beziehungsprobleme

a02Meist bemerkt die Partnerin zumindest indirekt, wenn ihr Partner Pornos konsumiert. Er verliert das sexuelle Interesse an ihr, selbst das neue sexy Outfit zeigt keine Wirkung mehr und er hat kaum noch Interesse daran für eine erotische Atmosphäre zu sorgen und sie zu verführen. Wenn sie den Pornokonsum des Partners entdeckt, fühlt sie sich als Frau abgelehnt und abgewertet. Spätestens an diesem Punkt wird sich die Partnerin vernachlässigt fühlen. Entweder sie wird das Thema offensiv ansprechen und den Mann konfrontieren, wenn das keine Wirkung hat, sucht sie sich die (sexuelle) Bestätigung bei anderen Männern oder trennt sich, was vielen Männern passiert, die über längere Zeit pornosüchtig sind. So wie sie im Porno andere Typen Frauen vögeln lassen, schicken sie indirekt ihre Partnerin auch zu einem anderen Mann, der mehr Interesse und Leidenschaft zeigt und sie verführt.

Abnehmende Genussfähigkeit

Ein zu viel und zu oft an einseitiger sexueller Stimulation reduziert die Fähigkeit zu geniessen, da die Belohnungsschaltkreise im Gehirn betäubt werden. Das führt zu einer Jagd nach immer stärkeren Stimulanzien, wobei eine Fixierung auf das Ziel, nämlich den „Dopamin-Kick“ im Vordergrund steht. Bei fortschreitendem Pornokonsum kann daher auch niemand von Genuss oder Freude am Porno sprechen. Diese Fähigkeit hat nämlich mit einer sinnlichen Erlebnisfähigkeit und mit Gegenwärtigkeit zu tun. Beides ist im zielgerichteten Porno nicht gegeben. Diese Haltung des Konsums zur schnellen Bedürfnisbefriedigung wird dann auf den realen Sex und andere Lebensbereiche übertragen. Das führt soweit, dass jemand, der pornosüchtig ist, selbst an angenehmen und lustvollen Dingen keine rechte Freude mehr hat. Er genießt es nicht mehr, die Haut einer Frau sanft zu streicheln, massiert zu werden oder sich sinnlich zu küssen. Selbst leckeres Essen schlingt er in sich hinein ohne es zu genießen, die schöne Landschaft nimmt er kaum wahr. Die Lebensqualität leidet in allen Bereichen. Stattdessen entsteht ein Gefühl des permanenten sexuellen und emotionalen Hungers, der durch nichts wirklich zu stillen ist.

a03Der Biologe Robert Sapolsky von der Universität Stanford schreibt in seinem Buch: „Warum Zebras keine Magengeschwüre kriegen“ („Why Zebras Don’t Get Ulcers“): „Unnatürlich starke Erlebnisse mit künstlichen Erfahrungen, künstlichen Gefühlen und künstlichen Genüssen beschwören einen unnatürlich starken Gewöhnungseffekt an diese Reize herauf… unsere Tragödie ist es, dass wir dadurch einfach immer hungriger werden .“

In einigen Fällen nimmt dies krasse Formen an. Judith: „Was mich zutiefst schockierte und letztendlich den Ausschlag gab, mich von meinem Mann zu trennen, war Folgendes: Nach dem Sex zusammen schlich er sich nachts aus dem Schlafzimmer. Als ich später aufstand, um nachzusehen, wo er war, saß er im Arbeitszimmer und onanierte zu Hardcore-Pornos. Da wurde mir bewusst, dass ich mit einem kranken und unzurechnungsfähigen Junkie verheiratet bin. Ich musste mich von ihm trennen, um auch die Kinder vor ihm zu schützen.“

 

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