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Gender-Mainstream

  •  Interview bei PARSHIP mit Bjørn Thorsten Leimbach

    ParshipLieber Herr Leimbach: In Ihrem Buch „Männlichkeit leben" argumentieren Sie, dass sich die Geschlechter immer mehr aneinander annähern. Zunehmend prägen Frauen bei sich traditionell männliche Eigenschaften aus, während Männer sich „feminisieren". Wie konnte es dazu kommen?

    Leimbach: In der Tat ist eine zunehmende Entwicklung der Anpassung der Geschlechter und sogar eine starke Tendenz zum Rollentausch zwischen Mann und Frau zu beobachten. Die sog. „Gender-Mainstream"-Bewegung fördert diese Entwicklung ideologisch. Die Gründe dafür liegen vor allem in einem falsch verstandenen Feminismus seit den 70er-Jahren, der Frauen von ihrer eigenen Weiblichkeit abschneidet und weibliche Werte negiert. Gleichzeitig kann man seitdem eine weibliche Dominanz in der Erziehung beobachten: Mutter, Tanten, Erzieherinnen, Lehrerinnen und andere Frauen prägen zunehmend seit den 70er-Jahren die Jungen, die Väter und der männliche Einfluss wurde aus der Erziehung verdrängt. Frauen lehnen für sich zunehmend weibliche Werte wie Einfühlsamkeit, Rezeptivität und Hingabe ab, während sie ihre männlichen Anteile entwickeln. Männer dagegen haben von klein auf von Frauen beigebracht bekommen, Aggression, Kontrolle und Dominanz bei sich abzulehnen und weibliche Attribute zu entwickeln. Das führt heute dazu, dass in einer Vielzahl von Partnerschaften die Frau die Hosen anhat. Glücklich sind aber die allerwenigsten Frauen mit ihrer permanenten Führungsrolle und einem devoten Partner an ihrer Seite.

  • Lesetip: Aktueller Spiegel Nr. 24. Das Titelthema Alpha-Mädchen belegt eine Kernthese meines neuen Buches: Jungen geraten immer mehr ins Hintertreffen und Mädchen preschen in punkto Leistung, Führung und Erfolg voran. Viele Mädchen haben mehr männliche Qualitäten entwickelt als Jungen, die diese ablehnen.

    Leitartikel Spiegel NR. 24 / 2007: Die Alpha-Mädchen
    Wie eine neue Generation von Frauen die Männer überholt

    Die Mädchen seit den 80-er Geburtenjahren lassen die Jungen hinter sich: besser, schneller, erfolgreicher in Schule und Ausbildung. Sie wissen, was sie wollen und setzen ihre Karrierepläne gezielt um: zielstrebige Mädchen, lasche Jungen.

  • Frauen gewinnen an Stärke und Selbstbewusstsein.
    Männer entdecken in sich Emotionalität und Harmoniebedürfnis.
    Die Rollenbilder fusionieren. Das sorgt für große Verunsicherung.
    Der Therapeut Bjørn Thorsten Leimbach ruft Männer auf, ihre maskuline Identität zu stärken.

    Herr Leimbach, die Geschlechter scheinen sich einander anzunähern. Was haben Sie dagegen?

    Da haben Sie recht: Gender Mainstream ist der neuhochdeutsche Begriff für eine Negation weiblicher und männlicher Attribute, Unisex ist das Leitbild – nicht nur in der Mode. Wir beobachten in den letzten Jahren eine verstärkte Irritation, was die eigene Rolle und Geschlechtsidentität anbelangt: bei Frauen und vor allem bei Männern. Die Frauen bemühen sich in der Entwicklung männlicher Qualitäten, um die besseren Männer zu sein. Männer dagegen haben durch zu viel weiblichen Einfluss in ihrem Leben einseitig weibliche Qualitäten entwickelt: sie lehnen häufig männliche Attribute und Werte ab. Ihnen fehlt dann jeglicher Biss, Aggression, Zielstrebigkeit oder Entscheidungsfreude. Sie verlieren sich in ihren Stimmungen und haben keine Vision, für die sie leben und kämpfen. Immer weniger Männer haben männliche Vorbilder, echte Freunde und haben oft keinen Vater als Reibungsfläche gehabt. So sind sie verloren auf der Suche nach ihrer eigenen Männlichkeit.

  • AdobeStock 130719147 webIn Deutschland gibt es seit dem 1.1.2019 ein drittes Geschlecht, genannt „divers“.

    Dies ist ein weiterer Schritt zum Erfolg des Gender Mainstream, der staatlich gefördert wird und die Massenmedien dominiert. Allerdings fehlen noch 57 weitere Geschlechter, die definiert wurden. 

    Es ist also ganz offensichtlich: unsere Gesellschaft soll sich in Richtung Beliebigkeit der Geschlechter, männlichen und weiblichen Rollen und Identitäten entwickeln. Männlichkeit und Weiblichkeit verschwinden in der Vielzahl der Geschlechter und Identitäten – und die Eigenschaften von Mann und Frau sind ja angeblich auch alle lediglich anerzogen. Das Ideal: androgyne Menschen und Transgender, die ihr Geschlecht nach Belieben ändern und wechseln können.

     Diese Entwicklung scheint ganz im Sinne des Mainstream zu sein, nicht etwa nur des deutschen. Wem der Name K-Pop etwas sagt, der weiß, um was es geht.

    Die südkoreanische (K-Pop) und japanische (Animes) Pop-Kultur hat einen immer größeren Einfluss weltweit. Obwohl es in Südkorea und Japan noch recht klare traditionelle Geschlechtertrennung gibt, ist das Schönheitsideal ein androgynes Aussehen. Das hat zur Folge, dass im Westen immer mehr Jungen und Mädchen das Androgyne als Schönheitsideal entdecken und sich damit identifizieren, unabhängig vom eigenen Geschlecht. Das führt dazu, dass die Themen Homosexualität und Transgender in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung bekommen. Japanische Mangas und koreanischer K-Pop haben einen immer größeren Einfluss auf Jugendliche, mittlerweile auch im Westen.

  • Wann ist eine Frau eine Frau? - Interview aus der Zeitschrift Newsage, Ausgabe 03.2012

    Was bedeutet Weiblichkeitheute? Die Tendenz, dass sich die Rollenbilder von Männern und Frauen immer mehr angleichen, will Autorin Leila Bust stoppen. Die erfahrene Paar- und Sexualtherapeutin gibt Anregungen, sich im Femininen neu zu entdecken – frei von Klischees und traditionellen Frauenrollen. Die Männerwelt haben die Frauen längst erobert, findet sie. Nun geht es darum, die Frauenwelt zu revolutionieren.


    Frau Bust, die Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark emanzipiert. Warum sind sie häufig so unzufrieden?
    Leila Bust: Der von der Frauenbewegung initiierte Rollenwandel bewirkte ein neues Selbstverständnis für Frauen. Dabei entwickelten und verstärkten Frauen ihre männlichen Fähigkeiten und Energien, wurden durchsetzungsfähig und unabhängig. Dieser Prozess bewirkte eine Vermännlichung der Frau, indem die männlichen Qualitäten auf Kosten von weiblichen Fähigkeiten verinnerlicht und für die eigenen gehalten wurden. Erst nach Jahren zeigen sich für Frauen die Auswirkungen dieser Lebensweise, etwa in Form von körperlichen Krankheitssymptomen oder Problemen in Beziehung und Partnerschaft.

  • intimEva begrüßt ihren Mann mit einer neuen Frisur und einem sexy Outfit an diesem Abend: sie hat sich ein eng anliegendes schwarzes Kleid gekauft, was ihre Figur betont und den Busen dezent ins Auge fallen lässt. Darunter keinen BH und einen schwarzen erotischen Slip. Schon beim Schminken und Auftragen eines verführerischen Parfüms kommen ihr lustvolle Erinnerungen an erotische Begegnungen mit Markus und eine leichte Erregung steigt in ihr auf. Ja, sie möchte sich wieder begehrt fühlen, seinen Blick auf sich spüren, verführt und genommen werden von ihrem Mann. Sie hat Lust auf Markus, den sie nach 13 Jahren Ehe immer noch liebt.

  • Weiche Männer harte FrauenDie meisten Männer haben ihr Herz an die Frauen verloren: an die Mutter, die Kindergärtnerin, die Freundin, die Ehefrau. Solange Männer auf Bestätigung durch Frauen hoffen, bleiben sie in einer abhängigen und isolierten Position. Als "netter Mann" bemühen sich immer mehr Männer um die Gunst einer Frau, ohne zu bemerken, dass sie damit das Beste opfern, das sie besitzen: ihre Männlichkeit.

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