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Vergebung

  • Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind ein vertracktes und weit verbreitetes Kommunikationsmuster, das insbesondere im Kontext naher, intimer Beziehungen stattfindet. Natürlich finden sie wie alle anderen Themen auch hier am häufigsten statt, da wir uns in Liebesbeziehungen und Partnerschaften am meisten öffnen, lieben und daher am ehesten an unsere kindheitlichen Traumen von Enttäuschung, Verletzung und Zurückweisung andocken.

    Vorwürfe und Schuldzuweisungen entstehen aus einem Gefühl, nicht verstanden, verletzt oder in irgendeiner Form zurückgewiesen worden zu sein. Sie können als Widerstände gegen genau diese ungeliebten Gefühle verstanden werden. Sie werden erhoben, wenn es unbewusste Erwartungen, Bedürfnisse, Hoffnungen und Vorstellungen an den anderen gibt, die nicht erfüllt werden. Hierbei wird die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche abgelehnt und stattdessen der andere damit behelligt. Erfüllt der andere diese Vorstellungen nicht – sei es aus Unvermögen oder Verweigerung – wird er für die eigene Unzufriedenheit und Frustration verantwortlich gemacht. Schuldzuweisungen sind daher immer ein Ausdruck davon, dass die Eigenverantwortung verweigert und die Freiheit des anderen missachtet wird. Wenn Verantwortung übernommen wird, gibt es keine Schuld mehr.

  • Immer wenn wir einen Konflikt mit einem anderen Menschen haben, werden wir mit einem verborgenen abgespaltenen Anteil unseres Geistes konfrontiert, den wir ablehnen und negativ bewerten. Der äußere Konflikt repräsentiert dabei einen Konflikt, der in unserem Geist stattfindet, wenn unterschiedliche Anteile in uns Verschiedenes wollen. Diese verschiedenen Anteile in uns vertreten unterschiedliche Meinungen darüber, was uns letztendlich glücklich macht und verfolgen dementsprechend teilweise gegensätzliche Ziele.

    Der innere Konflikt wird nach außen verlagert, indem wir uns nur mit einem Anteil von uns identifizieren und diesen, meist vehement, nach außen hin vertreten. Während der gegensätzliche Aspekt verdrängt, abgespalten und dann auf andere projiziert wird. Wir bekämpfen dann im Außen, was wir innerlich nicht integrieren konnten. So können wir äußere Konflikte als die Suche unseres Unterbewusstseins verstehen, die gegensätzlichen Anteile in uns zu versöhnen und zu integrieren.

  • Die Rück- Verbindung mit unserem ursprünglichen Wesen

    Die Liebe zu erleben ist eines der größten Geschenke, die wir im Leben empfangen können. Die Liebe, wenn sie uns ereilt, durchdringt und erfüllt unser ganzes Wesen. Geist, Herz und Sex werden von ihr durchdrungen und gleichzeitig trachtet unser ganzes Wesen danach, die Liebe zu verwirklichen. Es gibt viele Spielarten der Liebe und sie ist deswegen ein Geschenk, weil wir sie nicht willentlich „machen“ können. Obwohl die Liebe alle Ebenen unseres Menschseins betrifft, Gedanken, Gefühle, Vorgänge in unserem Körper, die Handlungsebene, ist sie doch nicht zu beschränken. Die Liebe ist allumfassend und unser essentieller Seinszustand, der unser Gefühl berührt und durchdringt.

    Die für uns am stärksten erfahrbare Liebe ist EROS, die sexuelle Anziehung zwischen Mann und Frau; die Suche der Frau / des Mannes nach dem anderen und das ihm innewohnende Versprechen der Erfüllung in Verbindung und Vereinigung. (Dies gilt natürlich auch für homosexuelle Beziehungen).

    Eine andere Form der Liebe ist die FREUNDSCHAFT, die über die reine Sympathie und gemeinsame Interessen hinausgeht. Freundschaft, in der einer für den anderen einsteht, ihm/ihr beisteht und in der man sich auf den anderen in jeglicher Beziehung verlassen kann.

  • Diese Übung ist ein Auszug aus unserem neuen Buch „Zueinander finden - Wege zu einer befreiten Partnerschaft". Sie kann leicht im Alltag angewandt werden und dient dazu das Verständnis füreinander und die Herzverbindung mit dem Partner zu stärken.
    ZueinanderfindenWas ist kennzeichnend für ein frisch verliebtes Paar? Sie reden viel miteinander, unterhalten sich angeregt, erzählen und hören sich aufmerksam und interessiert zu. Denn beide wollen alles über den anderen erfahren und sind neugierig auf die Geschichten und die Erfahrungen des anderen. Sie diskutieren, philosophieren und setzen sich auch intellektuell mit interessanten gesellschaftlichen, künstlerischen oder sozialen Themen auseinander. Bei einer anstehenden Entscheidung fragen sie explizit nach der Meinung des anderen und beziehen diese mit ein. Dadurch wird jede Begegnung interessant, jeder Austausch ist spannend und lebendig sowie auch intellektuell anspruchsvoll. Im Beziehungs- und besonders Familienalltag verändert sich jedoch die gesamte Kommunikation. Sie reduziert sich meist im Laufe der Jahre nur noch auf wenige Worte, die sich auf praktische Themen und Absprachen beschränken. Es ist nicht mehr genügend Zeit und Raum, etwas ganz persönliches von sich mitzuteilen, keine Muße, die einlädt, von dem zu erzählen, was einen innerlich bewegt. Auch das Interesse vom anderen zu hören lässt nach. Man meint ja auch, bereits alles vom anderen zu wissen und ihn gut zu kennen. Und manche Geschichten hat man schon so oft gehört, dass man ihrer sogar überdrüssig ist.

    Alle kennen das Bild des Ehepaares, das sich im Restaurant am Tisch gegenüber sitzt und sich anschweigt. Es ist wahrscheinlich gar nicht mal der fehlende Raum und die nicht vorhandene Zeit, die es an intensiven Gesprächen und persönlichem Austausch mangeln lässt. Vielmehr scheint die Bereitschaft, dem anderen unvoreingenommen zuzuhören und auch von sich zu erzählen gesenkt, da es dafür keine Notwendigkeit mehr gibt, weil man meint, schon alles vom anderen zu kennen. Manche Paare meiden aber auch persönlichere Gespräche, weil diese immer wieder zu ermüdenden Diskussionen führen, die das Unverständnis über den anderen und Missverständnisse zwischen ihnen verstärken. Sie befürchten Streit und miese Stimmung, wenn dann im hitzigen Gefecht der Worte alte Emotionen oder gärende Konflikte aktiviert werden. Da sie nicht wissen damit umzugehen, meiden sie lieber allzu persönliche oder brisante Themen und verfallen in eine stereotype Kommunikation. Diese Art der Kommunikation ist sehr kopflastig, da immer wieder dieselben Argumente hervorgekramt werden. Es fehlt die Aufmerksamkeit, vielleicht aber auch das Unvermögen, dem anderen wirklich zuzuhören und zu verstehen, was sich hinter seinen Worten verbirgt. Dafür ist man dann viel zu sehr mit den eigenen Gedanken und Widerreden beschäftigt als dass man offen wäre für die Botschaft des Partners. In der Eheberatung erlebe ich, Leila Bust mich daher oftmals als reine Übersetzerin, die versucht die Botschaft hinter den Worten zu verstehen und dem Partner zu vermitteln. Paare, die ihre Liebe lebendig halten wollen, benötigen aber einen regelmäßigen Austausch, bei dem sie sich authentisch zeigen können und dem Partner offenbaren. Sie brauchen einen ungestörten Raum, in dem sich die Gespräche entfalten können und sie die Muße haben, auch ihr Herz zu öffnen und sich mit ihren Empfindungen zu zeigen. Sie brauchen dafür keinen Therapeuten, jedoch ist ein Setting, wie es in der Beratung oder Therapie vorgegeben ist eine Hilfe.

  • Am Glück vorbei

    Oftmals gehen wir am Glück vorbei, weil wir nicht wirklich empfänglich sind für die Geschenke des Lebens. Wir wollen uns z.B. gerne wieder verlieben oder neue aufregende Dinge erleben, doch dazu kommt es nicht. Wir tragen noch den Schmerz der Vergangenheit in Form von altem Groll und Ressentiments mit uns herum. Verletzungen, Enttäuschungen und gebrochene Herzen nehmen wir zum Anlass, unser Herz zu verschließen. Daher können wir nicht empfangen. Die alten Ressentiments machen uns unser Herz und das Leben schwer und hindern uns, mit offenen Armen das Leben und die Liebe aufzunehmen. Wenn wir an altem Schmerz oder Enttäuschungen festhalten, wenn wir ihn immer wieder durch unsere Gedanken oder Gefühle aktivieren,  verhindern wir es, glücklich zu sein. Wir bestätigen uns zwar dann damit, im Recht zu sein und geben dem anderen die Schuld an unserem Unglück, doch tauschen wir so das Glück für ein wenig Recht ein. Vergebung ist der Schlüssel zur Lösung aller Bande, die uns auf einschränkende oder zerstörerische Weise an einen Menschen bindet.

  • Das Geschenk des Lebens annehmen

    Unsere tiefsten und prägendsten Beziehungen sind unsere primären Beziehungen, die zu Mutter und Vater, egal ob sie real anwesend waren oder nicht. Was wir mit ihnen erlebt oder auch nicht erlebt haben, vermisst haben, ist grundlegend für unser Leben. Denn ein Baby oder Kleinkind ist absolut offen und bedingungslos in seiner Liebe. Es hat noch keine Abwehr- oder Schutzfilter; alles Erleben nimmt es tief in sich auf. Diese ersten grundlegenden Erfahrungen werden jedoch mit dem Erlernen von Sprache, von Begriffen und Denken eingeordnet und erste Meinungen, Interpretationen und Überzeugungen über sich selbst und das Leben gebildet.

    Diese Überzeugungen bilden die Matrix, auf die das spätere Leben und das bedeutet vor allem die eigenen Beziehungsmuster hin entworfen werden. Das ist der Grund, weshalb Frauen und Männer, die gelernt haben, ihre Beziehungen zu reflektieren, immer wieder feststellen, wie sie in bestimmten Beziehungsmustern gefangen sind. Obwohl sie sich soviel Mühe geben, beim nächsten Mann / bei der nächsten Frau alles anders zu machen, erleben sie sich als Wiederholungstäter der alten Beziehungsmuster, die sie sich als Kind mit Mama und Papa angeeignet haben.

  •  Gesunder Umgang mit Trennung und Scheidung

    TrennungDie Partnerschaft oder Ehe bestimmt für die meisten Menschen in besonderem Maße die emotionale Verfassung und das alltägliche Lebensgefühl. Frisch Verliebte sind voller Lebensenergie und glücklich und strotzen darüber hinaus auch meist vor Gesundheit. Umgekehrt gehen Beziehungskrisen oder in besonderem Maße eine Trennung oder Scheidung mit diversen Krankheitssymptomen einher: Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle, unterdrückte Wut und Depression auf der psychischen Seite spiegeln sich meist auch in der körperlichen Verfassung wider.

    Da sich Menschen bei einem Infragestellen der Partnerschaft oder Trennung in einer Situation befinden, die verschiedene Lebensbereiche wie Wohnsituation, Alltag und Lebensgewohnheiten in eine Umwälzung bringt sind sie einem erhöhten Stress ausgesetzt. Dieser führt bei vielen Menschen auch zu einer Schwächung des Immunsystems und zu den bekannten körperlichen Stress-Symptomen. Bei länger andauernden Beziehungsproblemen oder einer unverarbeiteten oder gar traumatischen Trennung können auch chronische Krankheitsbilder auftreten.

    Wir befassen uns als Paar- und Sexualtherapeuten seit fast 20 Jahren mit den Themen Partnerschaft, Sexualität und natürlich auch den Ursachen für Krisen und Trennungen:

    Warum bleiben immer mehr Menschen Single und warum gelingt ihnen keine längere Partnerschaft?
    Warum werden Beziehungen immer kürzer und schwieriger?
    Warum leben sich Paare auseinander?
    Warum verlieren viele Paare nach einiger Zeit den Zugang zu Liebe und Sexualität miteinander?
    Wie löst man sich endgültig aus einer intensiven emotionalen Bindung an einen Ex-Partner?
    Wie befreit man sich von alten belastenden Gefühlen wie Enttäuschung, Verletzung oder Misstrauen, die häufig aus vergangenen Beziehungen stammen und in die neuen Partnerschaften mitgeschleppt werden?

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