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Fruchtbarkeit


  • Sonnenwende-TanzAm 21. Juni wird Sommersonnwende gefeiert, dies ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Die Kelten nannten dieses Fest Alban Hevin und feierten zwölf Tage lang. Die katholische Kirche machte daraus das Fest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers. Das Mittsommerfest mit den traditionellen Feuern war ein Fest der Freude und des Dankes. Die Frauen brauten Starkbier mit entsprechenden Kräutern, die eine besondere berauschende und aphrodisierende Wirkung hatten. Die Feuer wurden umtanzt und übersprungen, Liebesschwüre wurden ausgesprochen. Kinder wurden über das Feuer geworfen, um sie gegen Krankheiten zu stärken. Und natürlich war viel Raum für Erotik, Lust und Leidenschaft. Noch in keltisch-schamanischer Zeit wurden diese Tänze immer rauschhafter, je später die Nacht. Die Tänzer waren von Haus aus nackt, nur umkränzt mit einem Gürtel aus Beifuß oder auch Eisenkraut, der besonders für die "Härtung des männlichen Gliedes" stand. Im Haar trugen sie Kränze aus Blumen, wie Gundermann, Eisenkraut, Jonanniskraut. Die Nacktheit war eine rituelle Nacktheit, ein heiliger Zustand, eine Verbindung zum Ursprünglichen. Die Kräuter Beifuß und Gundermann wurden genommen, weil sie die Ekstasefähigkeit und Hellsichtigkeit bei offenen und sensiblen Menschen stärkten. Die Druiden warfen Bärlapp-Sporenstaub ins Feuer, das auch als Blitzpulver oder Hexenmehl bekannt war, um aufregende Licht- und Explosionseffekte zu erzeugen.

  • beltane2Traditionell gilt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Walpurgisnacht, in der die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (eigentlich Brocken), aber auch an anderen Orten ein großes Fest abhalten. Diese Vorstellung ist beeinflusst von den Beschreibungen des Hexensabbat in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts. Am 30. April wird traditionell die germanische Walpurgisnacht oder auch Beltane keltischen Ursprungs gefeiert. Dieses Volksfest mit ursprünglich spirituellen und magischen Riten wird heute immer noch in profaner Form als Tanz in den Mai mit Maibaum gefeiert. Der Zeitpunkt nahe der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche war einst für Rituale gedacht, aus denen die christliche Kirche den Hexensabbat herleitete. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Im Kern geht es darum noch schlafende sexuelle Energien ich sich zu aktivieren...

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