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Atmung

  • Der Atem ist die Grundlage unseres Lebens. Er ist unser Leben. Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug nach Durchtrennen der Nabelschnur und endet mit dem letzten Atemzug bei unserem Tod.

    Die Atmung geschieht unwillkürlich, wie auch alle anderen Körperfunktionen, die für uns lebenserhaltend sind. Alle lebenswichtigen Körperfunktionen und somit auch die Atmung werden von unserem vegetativen Nervensystem gesteuert. Unser Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem Zentralnervensystem, mit seinen willkürlichen und bewussten Bewegungen und dem vegetativen Nervensystem, das alle unwillkürlichen Funktionen übernimmt. Der Atem geschieht erst einmal automatisch und ist daher den meisten Menschen unbewusst. Er kann aber auch willkürlich, d.h. bewusst gelenkt und kontrolliert werden.

    Der flache Atem

    Die meisten Menschen schenken jedoch ihrem Atem wenig Aufmerksamkeit. Das führt unter anderem dazu, dass die Menschen im Allgemeinen recht flach atmen. Die Lungenkapazität eines Erwachsenen umfasst etwas mehr als drei Liter, wovon normaler Weise nur ein siebtel ausgeschöpft wird. Die meisten Menschen nehmen nur einen halben Liter Luft zu sich. Die Lungen bestehen aus drei Kammern oder Lappen: den oberen, unteren und mittleren Lappen. Für gewöhnlich wird nur letzterer beansprucht.

  • Ein - Aus
    Tief - Langsam
    Ruhig - leicht
    Lächelnd - frei
    Dieser Augenblick
    Wunderbarer Augenblick Thich Nhat Hanh

    In unserer materialistisch geprägten Kultur wird viel Wert auf das Aussehen des Körpers gelegt: Kosmetik, plastische Chirurgie, Wellness und Bodybuilding sind in Mode. Und obwohl viele Menschen ihrem Körper Gutes tun mit Sport, Wellness und Masssagen bewohnen sie ihren Körper nicht wirklich. Menschen, die einen guten Kontakt zu ihrem Körper entwickelt haben, haben ein Gefühl wie im eigenen Körper wirklich anwesend zu sein, ihn zu bewohnen oder auch ein Gefühl, zu hause im Körper zu sein. Dazu gehört die Fähigkeit, den eigenen Körper in jedem Detail wie auch zu jedem Zeitpunkt bewusst wahrnehmen zu können, sowie die Fähigkeit, über die Gedanken und den Atem Einfluss auf das Wohlbefinden des Körpers nehmen zu können. Einen guten Kontakt zum eigenen Körper zu haben bedeutet auch, sich zu fühlen bei allem, was man erlebt. Um Glück und andere Gefühle zu erleben braucht es den Kontakt zum eigenen Körper. Glück wird nicht in den Gedanken wahrgenommen, sondern ist immer erlebbar an einer bestimmten Stelle im Körper. Gerade in Situationen von Stress, Anspannung, Hektik, mentaler Arbeit oder Gefühlen, die wir nicht erleben wollen, verlieren wir häufig den Kontakt zum eigenen Körper und trennen uns damit auch von uns selbst. Wenn wir das tun können wir natürlich auch nicht dafür sorgen, dass wir uns in unserem Körper wieder wohl fühlen.

  • Ein berühmter Professor der Philosophie schrieb sein großes Werk über Zen. Für einige abschließende Fragen reiste er nach Japan, um den berühmten Zen-Meister Nan-In aufzusuchen. Der Professor musste eine ganze Weile auf den Zen-Meister warten und er wurde schon ungeduldig, denn er hatte so viele Fragen, auf die er unbedingt eine Antwort erwartete. Als der Zen-Meister erschien, sprang der Professor aufgeregt auf und wollte gleich einige Fragen loswerden. Der Zen-Meister gab ihm jedoch ein Zeichen sich zu setzen, um auf den Tee zu warten, denn jede Audienz beginnt mit einer Tee-Zeremonie. Und es dauerte und dauerte, bis der Tee - echter japanischer grüner Tee - endlich fertig war. Der Professor wurde immer ungeduldiger und legte sich im Geiste alle Fragen zurecht. Schließlich - es erschien ihm wie Stunden - wurde der Tee hereingebracht. Der Professor hielt seine Tasse hin und Zen-Meister und goss Tee in die Tasse des Professors. Er goss und goss: die Tasse war schon randvoll und der Tee begann bereits über den Rand auf die Untertasse zu fließen. Doch der Zen-Meister goss immer weiter. Dann war auch die Untertasse voll. Der Meister goss immer weiter. Schon tropfte der Tee auf den Fußboden. Da rief der Professor aufgeregt: „Halt! Was tun Sie da? Sehen Sie denn nicht, dass die Tasse bereits voll ist?" Und Nan-In sagte: „So voll wie diese Teetasse, ist dein Kopf mit deinen Fragen. Selbst wenn ich sie dir beantworten wollte, so wäre doch gar kein Platz in dir, um sie aufzunehmen. Seit du diese kleine Hütte betreten hast ist sie überschwemmt mit deinen vielen Fragen. Geh zurück nach Hause, entleere dich und erst dann komm. Mach erst ein wenig Raum in dir.

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