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Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Pearl S. Buck

Erinnerst du dich noch daran, als du das letzte Mal Urlaub in einem ganz neuen und unbekannten Land gemacht hast? Wie du alles bestaunt hast, neugierig warst, Fragen gestellt hast? Wie du morgens aufgestanden bist und die Entdeckerlust vielleicht in dir wach wurde, wie du all die vielen neuen Kleinigkeiten ausgiebig betrachtet hast? Einheimische wundern sich über Touristen, die einen Kaktus bestaunen, so wie ich mich über eine brasilianische Freundin wunderte, die völlig ausflippte, als sie zum ersten Mal in ihrem Leben im Schnee war.

Als Kind war das Leben ein permanentes Abenteuer, dem wir jeden Tag voller Neugier begegneten, in dem es etwas zu entdecken gab: und alles war einmalig, ohne Vergleich. Wie armselig ist da doch oft unser Leben als Erwachsene! Wir essen die exotischsten Speisen und genießen sie längst nicht mit der Hingabe, mit der ein Kind seinen Apfel isst. Wir fliegen in die entferntesten Länder, um wieder Staunen zu lernen. Aber beobachte einmal die Touristen, die vom Hotel zum Strand gehen: spätestens ab dem 3. Tag haben sie denselben Gesichtsausdruck der Langeweile wie beim alltäglichen Weg zur Arbeit. Als Kind gab es für die meisten Menschen auf dem Schulweg im Park mehr Aufregendes zu entdecken als für einen Erwachsenen auf einem Südseeatoll!

Ich selbst bin gerne und viel gereist in meinem Leben, meist fernab von üblichen Touristenzielen. Reisen bedeutet für mich nicht Entspannung und Erholung, sondern eher neuen Menschen, neuen Sichtweisen zu begegnen und mich dadurch verändern zu lassen. Das Wesentliche aber dabei war für mich nicht das Exotische in der Ferne wahrzunehmen, sondern der Moment, wenn ich wieder nach Deutschland zurückkomme und Bekanntes mit den Augen einer Fremden wahrnehme, als die ich mich dann fühle. Dann erscheint plötzlich das Alltägliche in ganz anderem Licht und ich beginne meine Wirklichkeit durch eine neue Sichtweise neu zu erschaffen.

Lebensfreude entsteht, wenn wir wieder neugierig werden, wieder lernen zu staunen. Unser Gehirn ist so programmiert, dass wir unsere Sinneswahrnehmungen so selektieren, dass Bekanntes betont und Neues ausgeblendet wird: unbewusst suchen wir nach dem Bekannten oder suchen bei Neuem doch zumindest nach Ähnlichem, Vergleichbarem. Im Urlaub oder in einer fremden Situation wird dies besonders deutlich.

Intention:

Lebensfreude und Neugier entwickeln, Veränderungen und Neues wahrnehmen

Übung:

Betrachte die Welt heute einmal mit neuen Augen, so als würdest du alles zum ersten Mal sehen, hören, schmecken, riechen oder fühlen. Achte dabei auf Dinge, die du vorher noch nicht wahrgenommen hast und richte deine Aufmerksamkeit auf das Neue, auf das Unbekannte. Äußerlich brauchst du dabei nichts zu verändern. Wenn du aber im Zug sitzt und dieselben Menschen wie jeden Morgen siehst, dann erinnere dich daran, diese Menschen einmal so zu betrachten, wie du vielleicht Ausländer in einem fremden Land betrachten würdest: aufmerksam und neugierig.

Entdecke heute bei den Menschen, die dir begegnen, etwas, was du bisher noch nicht wahrgenommen hast: etwas, was dich fasziniert, erfreut, dich innerlich berührt oder dich erotisch anzieht. Entscheide dich heute für Neugierde und Entdeckerdrang! Und spüre, wie Lebensfreude allein durch diese innere Haltung entsteht. Erlebe heute alles wie zum ersten Mal und entdecke dabei deine unschuldige Neugier.

Mantra:

Das Leben ist bunt und aufregend und voller Überraschungen.

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