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Der Atem ist die Grundlage unseres Lebens. Er ist unser Leben. Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug nach Durchtrennen der Nabelschnur und endet mit dem letzten Atemzug bei unserem Tod.

Die Atmung geschieht unwillkürlich, wie auch alle anderen Körperfunktionen, die für uns lebenserhaltend sind. Alle lebenswichtigen Körperfunktionen und somit auch die Atmung werden von unserem vegetativen Nervensystem gesteuert. Unser Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem Zentralnervensystem, mit seinen willkürlichen und bewussten Bewegungen und dem vegetativen Nervensystem, das alle unwillkürlichen Funktionen übernimmt. Der Atem geschieht erst einmal automatisch und ist daher den meisten Menschen unbewusst. Er kann aber auch willkürlich, d.h. bewusst gelenkt und kontrolliert werden.

Der flache Atem

Die meisten Menschen schenken jedoch ihrem Atem wenig Aufmerksamkeit. Das führt unter anderem dazu, dass die Menschen im Allgemeinen recht flach atmen. Die Lungenkapazität eines Erwachsenen umfasst etwas mehr als drei Liter, wovon normaler Weise nur ein siebtel ausgeschöpft wird. Die meisten Menschen nehmen nur einen halben Liter Luft zu sich. Die Lungen bestehen aus drei Kammern oder Lappen: den oberen, unteren und mittleren Lappen. Für gewöhnlich wird nur letzterer beansprucht.

Tiefe Bauchatmung für Wohlergehen, Lebensfreude und Gesundheit

Vielleicht hast du schon einmal in bestimmten Situationen deinen Atem bewusst wahrgenommen. In Situationen, in denen wir sehr angespannt und gestresst sind, atmen wir für gewöhnlich flach und schnell. Während wir nach einer anstrengenden Tätigkeit erst einmal verschnaufen, d.h. wir holen tief Luft, atmen tief in den Bauch, z.B. wenn wir uns auf´s Bett oder Sofa zum Ausruhen legen oder auch im Wald die Luft tief einatmen, um die Frische zu genießen.

Entspannen und Ausruhen führen zu einer tiefen Bauchatmung, während Anspannung und Stress zu einer eher flachen und schnellen Atmung im mittleren Brustbereich führen. Das bedeutet umgekehrt, dass flache und schnelle Atmung eine permanente Anspannung auslösen. Diese schwächt nicht nur das Immunsystem sondern führt auch zu vielen anderen Krankheiten und Funktionsstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Es gehört heute schon zum Allgemeinwissen, dass Entspannung ein wesentlicher Faktor für Gesundheit ist.

Atem und Gefühle

Darüber hinaus nehmen wir über den bewussten Atem auf Gefühle und Emotionen Einfluss. Jedes Gefühl hat ein bestimmtes Atemmuster. Angst z.B. lässt uns die Luft anhalten. Wut lässt den Atem zu einem heftigen Schnauben werden. Und eine schöne Landschaft, der Duft einer Blume oder der Gesang der Vögel nehmen wir mit unserem vollen und tiefen Atem in uns auf. Das bedeutet auch umgekehrt, dass wir mit unserem Atem auf Gefühle Einfluss nehmen. Schauspieler z.B., die verschiedene Gefühle ausdrücken müssen, nehmen den Atem zu Hilfe, um sich in diese Gefühle hineinzuversetzen und sie dann auch wirklich authentisch darzustellen.

Prana - die ursprüngliche Lebensenergie

Die bisher dargestellten Gründe mögen schon ausreichen, um die Bedeutung des Atems zu erkennen. Aus naturwissenschaftlichem Verständnis atmen wir Luft, d.h. Sauerstoff und andere Gase in ihrer Verbindung als Luft. Sowohl aus spiritueller als auch aus körperpsychologischer Sicht kommt noch ein anderer grundlegender Aspekt hinzu: Wir gehen davon aus, dass wir nicht nur Luft einatmen, sondern Prana, Lebensenergie. Prana nehmen wir auch durch Nahrung zu uns, allerdings ist sie im Atem am dichtesten.

Intention: Die Kraft und Vitalisierung des Atems erfahren

Um das gesamte Potential deiner mentalen, emotionalen und spirituellen Fähigkeiten auszuschöpfen, lerne Einfluss auf deinen Atem zu nehmen. Die tiefe Bauchatmung hat das positive Resultat der Entspannung zu Folge - schöpft jedoch noch nicht die ganze Kapazität der Lunge aus. Die folgende Übung hilft, den vollen und tiefen Atem zu praktizieren. Hierbei werden nacheinander alle drei Lungenlappen mit Atem gefüllt und wieder entleert. Die Atembewegung setzt sich wie eine innere Welle durch den Körper fort und lädt diesen sanft und kraftvoll mit Prana, Lebensenergie auf.

ÜBUNG: Die volle innere Welle atmen

1. Setze dich dafür bequem und entspannt auf einen Stuhl oder Meditationskissen.
Sitze allein für etwa 10 Minuten ruhig da. Nimm deinen Atem wahr. Beobachte, wie er ganz natürlich und gleichmäßig ein- und ausströmt.
Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit ganz beim Atem.
Entspanne in deinen Bauch hinein. Erlaube dir, ein wenig tiefer als gewöhnlich zu atmen.
Spüre, wie sich beim Einatmen deine Bauchdecke wölbt und beim Ausatmen wieder zusammen sinkt.

2. Wenn du gut in den Bauch atmest und die Bewegung deutlich spürst, lege die andere Hand auf die Mitte der Brust. Lasse nun den Atem vom Bauch in den Brustraum strömen, so dass eine kleine Welle im Körper entsteht.
Zuerst dehnt sich beim Einatmen der Bauch aus, dann der Brustraum.
Halte einen Moment inne wenn du ganz eingeatmet hast und atme dann erst aus. Zuerst sinkt der Brustraum zusammen, dann der Bauch. Atme eine Weile in dieser Weise.

3. In einem weiteren Schritt lasse die Atemwelle noch weiterfließen:
Vom Bauch über den Brustraum noch höher in den oberen Lappen unterhalb der Schultern. Um diese Wellenbewegung noch zu unterstützen, ziehe die Schultern leicht nach oben und hinten. Halte einen Moment in eingeatmeten Zustand inne und atme dann in umgekehrter Reihenfolge wieder aus.
Behalte diese innere Welleatmung einige Minuten bei.

4. Lasse die bewusste Atemlenkung wieder los und kehre wieder zum normalen Atem zurück. Nimm einen Moment wahr, was die wenigen Minuten vertieften Atems in dir bewirkt haben.

Achte im Laufe des Tages immer wieder auf deinen Atem. Immer, wenn du daran denkst, atme voll und tief. Benutze eine Erinnerung in Form eines Aufklebers auf Uhr, Lenkrad im Auto, am Computer... mit der Aufschrift „Atem".

Anmerkung: Wenn du normalerweise recht flach atmest, kann der Energieschub, der diese volle Atmung auslöst, ungewohnt oder beängstigend sein. Vielleicht tritt Schwindel auf oder ein starkes Kribbeln, ein Gefühl von Elektrisierung im Körper. Dies sind alles Erscheinungen, die eine erhöhte Lebensenergie andeuten. Nichts davon ist gefährlich - weder körperlich noch psychisch. Sobald du wieder flacher atmest, sinkt der Energiepegel und die Symptome lösen sich auf.

Strenge dich nicht zu sehr an dabei. Vielleicht ist diese Form des tiefen Atems noch ungewohnt für dich. Durch die sanfte Kraft und Beständigkeit der Atemwelle, wirst du allmählich dein Atemmuster verändern und voller und tiefer atmen.

Mantra:

Atem ist Leben

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