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Frau Spiegel webJeden Tag kann ich mich in den sozialen Medien in ein Leben fremder Menschen einklicken. Ich weiß welches Outfit sie tragen (welches ich über einen Klick nachkaufen kann), was sie zum Frühstück essen und wie ihre aktuelle Bikinifigur aussieht. Hier ist nicht die Rede von einem Star, nein, es geht um ganz normale Menschen, die ihr Leben vollkommen freiwillig mit der ganzen Welt teilen.

Facebook hat 2,2 Milliarden monatliche Nutzer, 800 Millionen Menschen nutzen Instagram. Jeden Tag werden 80 Millionen Bilder und Videos hochgeladen und 500 Millionen Menschen sind süchtig nach Stalking.

Anführer dieser öffentlich ausgestellten und inszenierten Privatheit ist eine Horde von Mode-, Food-, Beauty-, oder Mommybloggern die ein System geschaffen haben, das sich selbst erhält, indem es erfolgreich seine eigene Relevanz suggeriert. So ist eine Blase entstanden, in der sich zudem eine erstaunliche Marktkraft entwickelt hat. Und zwar, indem sie Neid generiert.

 

Social Media als Spiegel und Bühne: Selbstdarstellung im Internet

Selfi web

Selbstdarstellung ist ein wesentliches Element menschlichen Daseins.

Wir alle spielen Theater! Facebook und Social Media haben eine vollkommen neue Welt der Selbstdarstellung geschaffen. In den sozialen Medien werden die Inszenierungen der eigenen Person immer professioneller. Außerdem haben wir anders als im wahren Leben, die Kontrolle über unsere Selbstdarstellung. Ergebnis ist ein idealisiertes Abbild, das nicht die Realität darstellt. Obwohl das den meisten Nutzern bewusst ist, lieben sie es. Auch Kinobesuchern ist klar, dass sie eine Inszenierung sehen. Das hält sie jedoch nicht davon ab, sich mit den dargestellten Figuren zu identifizieren und sich vorzustellen, genauso schön, stark oder erfolgreich zu sein.

 

Der Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit

Wir haben ein Grundbedürfnis nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Wir beobachten und analysieren, wie wir bei unseren Mitmenschen ankommen, und bemühen uns, diesem Bild zu entsprechen. In Social Media können wir einen Glücksrausch auf Knopfdruck erleben. Forscher haben herausgefunden, dass uns Likes unter einem Bild, genauso glücklich stimmen wie ein Offline-Lob. Bei Menschen verhelfen Essen, Sex, Geld und soziale Reputation zu Glücksgefühlen. Soziale Anerkennung wirkt somit wie eine Droge, für die wir fast alles tun würden.

Problematisch ist, wenn die Außenwirkung das Wichtigste wird. Viele Blogger sehen die Welt durch die Augen anderer. Sie lernen durch positive Reaktionen (Likes), welche Art von Bildern am besten ankommen und produzieren dann mehr davon. Das führt dazu, dass sie das eigene Leben immer stärker durch die Augen anderer sehen. Besonders problematisch ist die Nutzung der sozialen Medien für junge Menschen, die in ihrer Identität wenig gefestigt sind. Sie suchen nach Vorbildern und Orientierungshilfen und greifen dabei nicht selten auf die Medienwelt zurück. Auf der Suche nach dem „Wer bin ich?“ bieten soziale Netzwerke einen Raum, um sich selbst dazustellen und auszuprobieren. Häufig führt dies jedoch zu Frustration, mangelndem Selbstbewusstsein und Neid.

 

Selbstfindung statt Außenorientierung

Die Frage: „Wer bin ich als Frau oder Mann“ bewegt uns alle seid unserer Jugend. Natürlich suchen wir diese Frage zunächst im Außen bei anderen zu beantworten. Doch bleibt diese Antwort immer nur Stückwerk. Letztendlich müssen wir die Antwort in uns selbst finden. Nur wenn wir die Antwort in uns selbst finden stärkt es unsere Identität, unser Selbstbewusstsein und lässt uns frei werden von Vergleichen, Neid Konkurrenz und damit letztendlich von unserem Selbstzweifel. Wir werden unserer Selbst sicher.

 

Wer bin ich wirklich?

In unseren LoveCreation® Seminaren bieten wir Männern und Frauen einen Erlebnisraum mit sich selbst und anderen. Unser Seminarangebot verstehen wir als ein ganzheitliches Training in Selbstentwicklung und – Entfaltung, das Menschen wieder tiefer in Kontakt bringen will – mit sich selbst und anderen.

Körperliche Bewegung und Übungen bringen einen vertieften Kontakt zum eigenen Körper, Tanz, Rollenspiel und künstlerischer Ausdruck entfalten das eigene kreative Potenzial, Momente der Besinnung in Stille helfen sich selbst stärker zu fühlen und sich selbst intensiver wahrzunehmen. Im Spiegel der anderen Männer und Frauen wird die eigene geschlechtliche Identität erfahren und gestärkt. Das bedeutet, immer mehr der zu sein, der man ist und sich damit auch zu zeigen.

 

Anerkennung in der Gemeinschaft

Die eigenen Gefühle und Impulse in vielfältigen Kontakten mit anderen wahrzunehmen und auszudrücken und mit anderen Menschen zu teilen, stärkt das eigene Selbstbewusstsein. Anderen zuzuhören und Anteil zu nehmen, schafft wahrhaftige Herzensverbindungen und ein Zugehörigkeitsgefühl, das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, und darin den eigenen Platz gefunden zu haben. Die Anerkennung der anderen für MICH, so wie ich bin, stärkt mich in meiner Identität und Selbstbewusstsein enorm. Jenseits der virtuellen Welt und ihren Versprechungen erleben sich hier Menschen sinnlich-konkret in realen Beziehungen, mit allen Gefühlen, Hoffnungen und Träumen, Enttäuschungen und Verletzungen und dem Wunsch, wahrhaft zu lieben und wahrhaft anerkannt zu sein, so wie sie sind.

Dafür treffen sich bei uns eine besondere Auswahl bewusster Menschen, die in einem Schutzraum ganz neue Formen und Tiefen der Begegnung und gegenseitigen Anerkennung erleben wollen.

 

Geschrieben von Leila Bust und Verena Kasper (Unterstützung bei administrativen Tätigkeiten)

 

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