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Die einfachen Fragen sind oft die besten. Jemand fragte mich: "Warum sind Liebesbeziehungen oft so schwierig?" Könnte nicht alles ganz einfach sein, wenn ein Mann und eine Frau sich ineinander verlieben?

LiebeHassFrauSpiegel

Wir kommen gerade aus dem Oster-Single-Seminar, an dem 22 Männer und 22 Frauen teilgenommen haben. Sie alle sind einige wichtige Schritte gegangen auf dem Weg zu ihrer eigenen Liebesfähigkeit. An den vielen unterschiedlichen Lebensgeschichten der Menschen wurde deutlich: sie alle sehnen sich nach einer erfüllten Partnerschaft. Und es gibt entweder große Ängste oder schmerzliche Enttäuschungen, die sie abhält sich zu verlieben und ganz auf einen Menschen einzulassen. Warum wird es in unserer Zeit immer schwieriger eine dauerhafte Liebesbeziehung zu führen, die auch Grundlage für eine Familie sein kann? Warum verletzen und hassen Menschen oft denjenigen am meisten, den sie am intensivsten lieben? Wieso trennen sich immer mehr Paare? Was ist der Grund, weshalb Menschen nach einer Trennung oft nicht mehr ihr Herz für jemand Neues öffnen können?

Liebesbeziehungen sind wie Parabolspiegel unserer eigenen Persönlichkeit. Die wundervollen und liebenswerten Aspekte von uns selbst werden auf den Anderen projiziert und gebündelt und werden dann verstärkt zurück gestrahlt. Deshalb blühen Menschen so auf und sind voller Lebensfreude, wenn sie frisch verliebt sind. Während zu Beginn einer neuen Liebesbeziehung die negativen oder unangenehmen Aspekte des Gegenübers ausgeblendet werden treten diese gegen Ende des "Honey Moons" umso stärker in den Vordergrund. Erst nach einiger Zeit in einer intimen und verbindlichen Partnerschaft kommen die eigenen unerledigten Baustellen zu Tage: das eigene unerfüllte Liebesbedürfnis, Selbstkritik und Zweifel, negative Glaubenssätze über sich selbst, Ängste und alte Verletzungen werden dann vom anderen gespiegelt. In dem Masse wie vorher die Sonnenseiten durch den Liebespartner verstärkt und gespiegelt wurden, erlebt man nun den gleichen Effekt mit den eigenen Schattenseite. Und diese werden natürlich dem Partner, nicht sich selbst zugeschrieben. Eine im Leben selbstbewusste und unabhängige Frau wird dann plötzlich zu einem kleinen, unselbstständigen Mädchen. Die sonst bei Freunden ausgeglichene und friedvolle Frau wird bei ihrem Partner immer biestiger und streitsüchtiger. Die anfangs lebendige und lustvolle Sexualität wird immer mehr zum K(r)ampf. Der Märchenprinz entpuppt sich in der Beziehung als arroganter, unreifer Schnösel, der starke Mann als weinerliches Mamasöhnchen. Das Bild, das Freunde und Kollegen von dem Menschen haben passt dann oft gar nicht zusammen mit den Schilderungen des Partners.

In intimen Partnerschaften tritt das innere Kind zutage: verletzt oder bedürftig, trotzig und unselbstständig. Die eigenen unerledigten Themen aus der Kindheit werden plötzlich wieder aktiviert. Das ist unangenehm und schmerzlich - und scheinbar hat das nichts mit einem selbst zu tun. Deshalb wird der Partner für diese Themen verantwortlich gemacht. Während man vom anderen vorher Liebe, Zärtlichkeit, Sex und Bestätigung bekommen hat wird dies nun verweigert. Es entsteht eine neue Beziehungsdynamik, in der der eine sich zurück zieht, der andere sich beklagt und die Aufmerksamkeit einfordert. Ein Machtkampf um die Anerkennung und Liebe des Anderen beginnt. Der eine Partner vermisst Liebe und Anerkennung, der andere fühlt sich eingeengt und vermisst seine Freiheit. Ein Spiel von „Komm-her“ und „Geh weg“, von „Ich brauche dich!“ und „Lass mich los“ beginnt, das häufig in einen erbitterten Machtkampf ausartet. Was passiert, wenn die Liebe und Anerkennung des Anderen plötzlich verwehrt wird? Jeder kennt dies aus seiner Kindheit, wenn Mutter oder Vater nicht da waren, Liebe und Anerkennung fehlten. Dann entwickelte das Kind Strategien, um wenigstens die Aufmerksamkeit von Mama oder Papa zu bekommen. Mit verschiedenen Kontrolldramen erreicht das Kind dies: durch Krankheit, Verhaltensauffälligkeit, Einschüchterung, Unnahbarkeit, Clownerei oder Nettigkeit bekommt das Kind die (oft unfreiwillige) Aufmerksamkeit der Eltern. Aber eigentlich sucht es Liebe, die es dadurch häufig aber verhindert. Diese unbewussten und meist destruktiven Strategien wenden wir auch in Liebesbeziehungen an, um den Partner zu kontrollieren und seine Aufmerksamkeit und Liebe wieder zu gewinnen. Aufmerksamkeit vom Partner wird dadurch zwar erreicht, aber die Liebesbeziehung wird oft zerstört.

Spitzen sich diese Konflikte und Dramen immer weiter zu verschließen sich die Partner häufig emotional und sexuell und gehen ihre eigenen Wegen – nach der inneren folgt dann häufig die äußere Trennung.

In dieser Situation, nach einer zerbrochenen Partnerschaft, wieder als Single finden viele Menschen zu uns, mit dem Wunsch zu verstehen, was passiert ist. Sie wollen ihre eigenen persönlichen Themen anschauen und bearbeiten, damit sie beziehungsfähig werden. Im Jahrestraining vermitteln wir das Wissen, was es braucht, um eine erfüllte Partnerschaft zu leben. Die Themen der eigenen Lebensgeschichte werden angeschaut und hinter sich gelassen. Alte Partnerschaften und Ex-Partner losgelassen, um innerlich wirklich frei zu sein für eine neue Beziehung. In einem achtsamen und respektvollen Schutzraum werden Menschen durch Initiationen geführt, die sie reifen und über sich selbst hinaus wachsen lassen. Oft geht es darum ein gebrochenes Herz wieder zu heilen und Vertrauen ins andere Geschlecht (wieder) zu gewinnen. Im sexuellen Bereich unterstützen wir Männer und Frauen darin ihre eigene Männlichkeit und Weiblichkeit anzunehmen, um sich selbst im eigenen Körper wohl zu fühlen und zu lieben. Die Akzeptanz des eigenen Körpers und der eigenen Sexualität führt zur Selbstliebe – die Voraussetzung für ein erfülltes Liebesleben mit einem Partner. In vielen intensiven Begegnungen werden emotionale Erfahrungen, die sonst nur in Partnerschaften gemacht werden möglich – um sie zu reflektieren und zu erweitern. Aus diesem Grund nennen wir das LoveCreation Jahrestraining eine Liebes- und Beziehungsschule.  Dieses Training startet in Kürze zum 18. Mal – es ist sicherlich die beste und nachhaltigste Investition in die Liebe, die es gibt.

Weitere Infos zum Jahrestraining I

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