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Lebe jeden Tag als wäre es der erste Tag vom Rest deines Lebens.

Wer weiß schon, wann der letzte Tag seines Lebens ist!

Unser Leben ist zwar in hohem Maße abgesichert, so wie in kaum einem anderen Land der Welt, wie zu keiner Zeit vorher. Und doch kann das Ende plötzlich kommen. Wie schockiert und unvorbereitet reagieren wir, wenn plötzlich ein Freund durch Unfall oder Krankheit stirbt, wie überrascht, wenn eine Beziehung plötzlich zu Ende geht, wenn wir eine Kündigung im Job bekommen oder sonst etwas Unerwartetes geschieht, das uns mit der Veränderbarkeit und Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert.

Nach dem ersten Schrecken oder Schock folgt dann meist Bedauern. Bedauern wegen all der unausgesprochenen Worte, die wir versäumt haben diesem Menschen zu sagen, Bedauern wegen all der nichtgelebten Wünsche und Dinge, die wir tun wollten und doch nicht getan haben, aus Angst oder Scham oder Mutlosigkeit. Oder weil es so viele vernünftige Gründe gab, die dagegen sprachen. Dinge, die wir unterlassen haben zu tun, da wir sie für nicht wichtig genug gehalten haben. – Und irgendwann ist es zu spät dafür.

Ein spiritueller Lehrer hat einmal dazu gesagt:
Wir sterben, wie wir leben. Und auch der Umkehrschluss gilt: So wie wir leben, sterben wir.

Menschen, die andere Menschen beim Sterben begleiten, wissen, dass viele Menschen in Angst sterben – in Todesangst. Und Angst ist bei vielen Menschen auch eine Grundemotion, von der ihr Leben unbewusst geprägt ist: Ihre Handlungen, die Beziehungen, ihr Wertesystem etc.

Gerade in dieser Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit kann ich bei mir selbst und den anderen erleben, wie tief diese Verlustangst in uns sitzt, sodass Versicherungsverkäufer (welch passender Name!) es leicht haben und uns Vieles verkaufen können, was uns Sicherheit und Verminderung unserer Ängste verspricht.

Menschen, die durch Meditation mehr Bewusstheit über die Vergänglichkeit des Lebens entwickeln und einen spirituellen Weg gehen, haben hierdurch die Möglichkeit die Angst vor dem Tod zu überwinden -  und damit auch die Angst vor dem Leben. Die Akzeptanz der Instabilität und Vergänglichkeit dieses Lebens lässt uns den Augenblick in seiner Einzigartigkeit erleben – und dadurch die Freude des Augenblicks wieder entdecken.

Das sind die Menschen, die sich 100% dem Leben verschreiben mit allen Gefühlen, Risiken, Höhen und Tiefen, die etwas wagen. Menschen, die die Kontrolle über ihr Leben loslassen und sich dem Leben hingeben, werden mit Freude dieses Leben genießen können.

Die Menschen, die vor allem Sicherheit und Beständigkeit suchen, werden ihr Leben wahrscheinlich mit „halber Energie“ nur leben, nie ganz JA und auch nicht klar „NEIN“ sagen, sondern eher ein halbherziges „JEIN“, mit dem sie hoffen die Verantwortung für ihr Leben abgeben zu können. Mit der Konsequenz, leidenschaftslos, berechenbar, langweilig und „lauwarm“ zu werden. Diese Halbherzigkeit, die später Bedauern hervorruft, prägt dann das Leben: das Grundgefühl, die Stimmungen, die Beziehungen, die Dates, die Arbeit.

Beim Sterben, so beschreiben es die „Sterbebegleiter“ verhalten wir uns wie im Leben. Wieso sollten wir uns im Sterbeprozess auch anders verhalten, als wir es im Leben tun. Das, was wir im Leben an Gefühlsmustern, Gedanken und Verhaltensweisen entwickelt haben steht uns auch in Krisen und damit auch im Tod zur Verfügung. Daher sagen die Buddhisten, dass das Leben eine Vorbereitung auf den Tod ist. Selbst wenn man diese Haltung so nicht teilen mag wird aber vielleicht doch deutlich, dass wir im Tod nichts anderes erleben können als im Leben, da uns nur das zur Verfügung steht, was wir entwickelt und gelernt haben.

Insofern wird die Gleichung des spirituellen Lehrers verständlich, wenn er sagt:
mit Angst leben heißt mit Angst sterben
mit Bedauern leben heißt mit Bedauern sterben
mit Freude leben heißt mit Freude sterben.

Das Leben mit Hingabe, Wertschätzung und Freude erleben

Vielleicht hast du schon einmal die Erfahrung gemacht, wenn du nach einer Kündigung die letzen Tage oder Wochen am Arbeitsplatz warst, dass plötzlich die allerschlimmsten Kollegen freundlich und kooperativ waren, dein miesgelaunter Chef dich freundlich gegrüßt hat und spannende Aufträge herein kamen, auf die du jahrelang vergeblich gehofft hattest. Oder du hast dich entschieden dich von deiner langjährigen Beziehung zu trennen und ihr verbringt die letzte Nacht zusammen: vielleicht bist du völlig verunsichert, wenn du in dieser Situation plötzlich eine aufregende, erotische und berührende Begegnung wie in der ersten Verliebtheitsphase erlebst und nicht mehr verstehst, warum du dich von diesem phantastischen Partner trennen willst?

Was passiert in solchen Situationen? Du entscheidest dich, deine Zurückhaltung und Kontrolle aufzugeben und das Leben in vollen Zügen, ganz gegenwärtig zu erleben. Ohne die sonst üblichen Vergleiche, Abwägungen und Vorbehalte, denn du weißt, es ist der letzte Tag oder Monat, das letzte Mal, die letzte Gelegenheit. Du gibst deine Angst und Zurückhaltung auf und entscheidest dich mit Freude den gegenwärtigen Augenblick zu leben.

Intention: Lebensfreude erleben, indem jedes Ereignis als einmalig wertgeschätzt werden kann und ein Bewusstsein für die Vergänglichkeit aller Dinge entwickelt wird.

Übung: Stell dir einmal vor, heute wäre der letzte Tag deines Lebens.
Stelle dir die Frage: „Was würde ich tun, wenn heute mein letzter Tag wäre?“
Erlebe alles mit geöffneten Sinnen, begegne heute deinen Freunden und Kollegen, deinen Kindern und deinem Liebsten als wäre es das letzte Mal. Gib die Ängste und Zurückhaltung auf und entscheide dich, diesen Tag mit vollen Zügen zu erleben.

Mantra:
Das Leben ist zu kurz, um halbe Sachen zu machen.

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