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Ein berühmter Professor der Philosophie schrieb sein großes Werk über Zen. Für einige abschließende Fragen reiste er nach Japan, um den berühmten Zen-Meister Nan-In aufzusuchen. Der Professor musste eine ganze Weile auf den Zen-Meister warten und er wurde schon ungeduldig, denn er hatte so viele Fragen, auf die er unbedingt eine Antwort erwartete. Als der Zen-Meister erschien, sprang der Professor aufgeregt auf und wollte gleich einige Fragen loswerden. Der Zen-Meister gab ihm jedoch ein Zeichen sich zu setzen, um auf den Tee zu warten, denn jede Audienz beginnt mit einer Tee-Zeremonie. Und es dauerte und dauerte, bis der Tee - echter japanischer grüner Tee - endlich fertig war. Der Professor wurde immer ungeduldiger und legte sich im Geiste alle Fragen zurecht. Schließlich - es erschien ihm wie Stunden - wurde der Tee hereingebracht. Der Professor hielt seine Tasse hin und Zen-Meister und goss Tee in die Tasse des Professors. Er goss und goss: die Tasse war schon randvoll und der Tee begann bereits über den Rand auf die Untertasse zu fließen. Doch der Zen-Meister goss immer weiter. Dann war auch die Untertasse voll. Der Meister goss immer weiter. Schon tropfte der Tee auf den Fußboden. Da rief der Professor aufgeregt: „Halt! Was tun Sie da? Sehen Sie denn nicht, dass die Tasse bereits voll ist?" Und Nan-In sagte: „So voll wie diese Teetasse, ist dein Kopf mit deinen Fragen. Selbst wenn ich sie dir beantworten wollte, so wäre doch gar kein Platz in dir, um sie aufzunehmen. Seit du diese kleine Hütte betreten hast ist sie überschwemmt mit deinen vielen Fragen. Geh zurück nach Hause, entleere dich und erst dann komm. Mach erst ein wenig Raum in dir.

Übung: Den Geist entleeren.

Nimm dir für diese Übung 10 Minuten Zeit. Sorge dafür, dass du während der 10 Minuten nicht gestört wirst. Wenn dir diese Art der Meditation gefällt und du sie wiederholen möchtest, kannst du später die Zeit auch beliebig verlängern. Achte darauf, dass du lockere Kleidung trägst.
Setz dich bequem und entspannt auf einen Stuhl oder wenn bekannt, auf ein Meditationskissen. Egal ob du auf dem Stuhl oder Meditationskissen sitzt, halte deinen Rücken gerade und aufrecht. Der Kopf ist ganz leicht nach vorn geneigt. Die Hände liegen im Schoß, die rechte Hand ruht dabei in der linken, die beiden Daumen berühren sich leicht. Schließe die Augen oder schaue mit weichem, defokussiertem Blick auf einen Punkt vor dir auf dem Boden. Achte darauf, dass dein Körper ruhig und entspannt ist.
Nimm nun deinen Körper wahr: die Füße im Kontakt mit dem Boden, Beine und Gesäß auf der Unterlage, auf der du sitzt, Bauch, Schultern und Kopf. Gewinne einen Eindruck von der Form und Haltung deines Körpers. Wenn dir das gelungen ist, richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte, wie er ganz natürlich und gleichmäßig ein- und ausströmt. Folge der Bewegung deines Atems, der auf- und wieder absteigt. Jedes mal wenn du ausatmest, entspanne deinen Körper noch ein wenig mehr. Bekomme einen Eindruck von dem Raum, den dein Atem in deinem Körper einnimmt - deinem Innenraum. Wenn dir das gelungen ist, vertiefe deinen Atem. So leicht es geht, atme etwas tiefer und voller als gewöhnlich ein und lasse dann den Atem etwas langsamer wieder hinausfließen. Halte deine Aufmerksamkeit auf den natürlichen Rhythmus deines Atems. Wenn Gedanken oder Bilder auftauchen, nimm sie wahr. Bleibe nicht an ihnen hängen, sondern lasse sie weiterziehen mit dem Ausatmen. Erschaffe den Eindruck, dass du mit jedem Ausatmen leerer wirst.

Mantra:

Ich atme und ruhe in mir.

Anleitung zur Meditationspraxis und Zen

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