Blog

Für Frauen       Für Männer   

Suche

Gefühle wahrzunehmen und sie auch zum Ausdruck zu bringen gehört zu den natürlichen Fähigkeiten, die wir von Geburt an mitbekommen haben. Das in Kontakt sein mit unseren Gefühlen gehört somit zu unserer essentiellen Natur und beinhaltet einen wesentlichen Aspekt unserer Lebensqualität. Gefühle bereichern unser Leben, halten unsere Beziehungen lebendig und kommunikativ und geben uns selbst ein Gefühl von Integrität.

Viele Menschen haben jedoch im Laufe ihres Lebens diese natürliche Fähigkeit verloren.
Durch Belohnung oder durch Bestrafung haben sie schon sehr früh als Kind gelernt, nur bestimmte Gefühle zu zeigen und andere zu verstecken. Das hat sie dazu veranlasst, die eigenen Gefühle als gute und schlechte Gefühle zu bewerten und aufzuteilen. Die guten Gefühle dürfen ausgedrückt werden, die schlechten müssen verborgen bleiben. Diese Bewertung und Aufteilung von Gefühlen hat wiederum dazu geführt, dass viele Menschen nur noch sehr wenig fühlen. Sie vermeiden es grundsätzlich zu fühlen, denn sie könnten mit Gefühlen in Kontakt kommen, die sie nicht mögen, bzw. als negativ oder schlecht bewerten. Gefühle von Angst, Enttäuschung, Schmerz, Wut oder Trauer werden vermieden. Das Problem dabei ist, dass wir uns nur entscheiden können zu fühlen oder nicht zu fühlen. Denn Gefühle sind lediglich Ausdruck unserer Lebensenergie. Wenn wir uns entscheiden wieder mehr in Kontakt mit unseren Gefühlen zu kommen, braucht es die Bereitschaft, alle Gefühle fühlen zu wollen.

Wir können uns nur entscheiden alle Gefühle zu fühlen - nicht nur die „guten" Gefühle.

Eine Hilfe auf dem Weg wieder mehr zu fühlen, ist die Anerkennung aller Gefühle.
Mach´ dir deutlich, dass nicht die Gefühle an sich „schrecklich, schwierig oder schlecht" sind, sondern dass es deine Bewertungen der Gefühle sind, die den Kontakt zu den Gefühlen vermeiden.
Nicht die Wut, Trauer oder Enttäuschung lassen uns „schlecht" fühlen, sondern unsere Bewertung „schlecht".

In unserem Organismus gibt es eine Art „JA / NEIN-Schalter".
Ist unser Schalter auf JA gestellt, fühlen wir uns offen und ausgedehnt, voller und größer. Wir fühlen uns schöner, saftiger und sexueller. Wir sind risikofreudig, gehen auf andere zu und wagen etwas Neues. Wir sind bereit, das Leben zu leben und zu lieben. Wir sind kreativ, initiativ und attraktiv dadurch.
Anders, wenn unser Schalter auf "Nein" steht. Dann wird es eng um unser Herz, alles zieht sich zusammen. Wir ziehen uns zurück, scheuen den Kontakt, suchen die Sicherheit im Gewohnten und haben Widerstände gegen alles und jeden. Wir fühlen uns kalt und leblos, eng, trocken, hässlich, unbeweglich, langweilig und unattraktiv.

Unseren Schalter halten wir auf „JA", wenn wir uns erlauben alle Gefühle zu fühlen und uns selbst gegenüber dabei wohlwollend eingestellt sind.
Bewerten wir bestimmte Gefühle als schwierig oder schlecht und verstecken sie, trennen wir uns gleichzeitig von einen wesentlichen Teil von uns selbst ab. Der Schalter steht dann auf „NEIN". Wir fühlen uns starr, leblos, langweilig und getrennt in unseren Beziehungen. Wir haben die Möglichkeit den Schalter direkt auf „JA" umzulegen, wenn wir ein inneres Ja zu allen unseren Gefühlen finden.

Der authentische Ausdruck unserer Gefühle schafft immer Verbindung in unseren Beziehungen.
Manchmal vermeiden Menschen es, ihre wahren Gefühle dadurch zu zeigen, dass sie jede Menge andere Gefühle zum Ausdruck bringen. Dann wird es sehr schwierig in Beziehungen. Wenn das Ausdrücken der Gefühle als Mittel der Erpressung, der Rache oder Einschüchterung benutzt wird, wirkt dies trennend oder sogar zerstörend auf Beziehungen. Es ist genau so kontraproduktiv wie das Abgeschnitten sein von den Gefühlen.

Unser innerer Schalter wechselt während eines langen Tages viele Male von JA auf Nein und wieder auf JA. Oftmals versäumen wir aber auch das Umschalten. Dann hängen wir in unserem Nein fest, ohne dass wir es merken. Wir lassen die schönen Dinge des Lebens an uns vorbei gehen, ohne sie zu bemerken und uns an ihnen zu erfreuen.

Intention: Wieder guten Kontakt zu allen Gefühlen bekommen und dadurch den inneren Schalter auf „JA" halten.

Übung: Achte heute darauf, dass dein Schalter auf „JA" steht.
Wenn du dich im „NEIN" fühlst, d.h. keine Lust hast, Widerwillen spürst, dich verweigerst oder mit jemanden kämpfst, halte einen Moment inne. Frage dich selbst: welche Gefühle vermeide ich jetzt zu fühlen. Vielleicht bist du ängstlich, unsicher oder fühlst dich überfordert und gestehst dir das nicht ein. Frage solange, bis du eine Antwort findest. Akzeptiere dann das, was du fühlst. Sage dir selbst: Es ist o.k. jetzt unsicher oder enttäuscht zu sein. Es ist o.k. das jetzt zu fühlen. Und erlaube dir für einen Moment die Unsicherheit oder was immer es ist, zu fühlen. Finde dein inneres JA dazu. Wenn dir das gelingt, schaltet sich dein innerer Schalter auf „JA" und alles wird sich augenblicklich verwandeln.

Mantra: Es ist o.k. das jetzt zu fühlen.

MÄNNLICHKEIT LEBEN- Dein Podcast für ein aufregendes und spannendes Leben als Mann.

Cover Homepage pop up

 

Zum Podcast

 

WEIBLICHKEIT LEBEN- Dein Podcast für ein erfülltes und sinnliches Leben als Frau.

Weiblichkeit leben pop up

-  

Zum Podcast