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schoepferDieser Satz klingt für einige Menschen wie eine Provokation. Er löst vielfach Widerstand aus, denn wir haben uns mit der Sichtweise abgefunden, dass wir keinen Einfluss auf unser Leben und andere Menschen haben. Die Sufis, die spirituellen Mystiker des Islam sagen: „Der Mensch ist eine Maschine." Und sie haben damit Recht, denn der allergrößte Teil unserer alltäglichen Handlungen geschieht völlig unbewusst, wie auf Autopilot. Nur wir haben den Autopilot programmiert und dann vergessen, dass wir die Programmierung vorgenommen haben. Und danach klagen wir über das Ergebnis wie in folgender Anekdote:

"Ein Kapitän geht in Hamburg am Abend vor der Abfahrt seines Schiffes nach London noch mal auf die Reeperbahn. Dabei denkt er an seine verflossene Liebe in Kopenhagen und die Sehnsucht nach ihr quält ihn so sehr, dass er sich richtig vollaufen lässt. Sturzbetrunken torkelt er nachts auf die Kommandobrücke und beschließt zu ihr zu fahren - er programmiert den Autopilot um auf Kopenhagen. Danach fällt er in tiefes Delirium. Am Morgen kann er sich an nichts mehr erinnern und fährt aus dem Hafen. Sobald er die Küste hinter sich gelassen hat, stellt er den Autopilot an und das Schiff dreht auf Kurs nach Kopenhagen. Er meint jedoch nach London zu fahren und versteht die Welt nicht mehr, als plötzlich Dänemark in Sicht kommt: „Da wollte ich doch gar nicht hin." beklagt er sich. „Wer von euch hat den Autopilot verstellt?" stellt er die Mannschaft erbost zur Rechenschaft..."

Kennst du das? Dein Wille geschieht immer, nur du bist dir der einmal getroffenen Entscheidungen oft nicht bewusst. Aber es geht hier nicht um Philosophie. Es geht lediglich darum, für welche Sichtweise der Welt du dich entscheidest. Es gibt Sichtweisen, die uns glücklich machen und Kraft verleihen und Sichtweisen, die uns schwächen. Für beide Sichtweisen „Mein Wille geschieht" Und „Mein Wille geschieht nicht" kannst du jeden Tag unzählige Beweise finden. Aber du entscheidest, wofür du Beweise sammeln willst.

Intention: Mache dir heute deine konditionierten Handlungen bewusst. Stärke deine Willenskraft und Ausrichtung.

Übung: Entscheide dich heute dafür Beweise zu sammeln, dass dein Wille geschieht. Stell dir vor, du hättest mit einem Freund eine Wette abgeschlossen: Du willst ihn am Abend überzeugen, dass dein Wille heute geschehen ist. Er dagegen sammelt die Gegenbeweise dafür. Also halte dich heute ran, wenn du gewinnen willst:
Bevor du heute irgendetwas tust, kündige dies vorher innerlich an: Sage dir selbst: „Ich entscheide mich jetzt Kaffee zu kochen." Tue dies dann auch und sage dir hinterher: „Mein Wille ist geschehen." Und mache innerlich einen Strich auf deiner Beweisliste. Tue dies mit möglichst vielen Handlungen im Laufe des Tages. Das können komplexe Handlungsabläufe wie „einkaufen gehen" sein oder kleine konkrete Dinge wie aufstehen, Wasser einschütten, Schuhe anziehen, Schuhe zuknüpfen etc. Grundsätzlich gilt: je detaillierter, desto besser.

Zusatz: Wann immer du bemerkst, dass du gerade etwas unbewusst tust, d.h. dass du etwas tust, wofür du dich vorher nicht entschieden hast, übernimm in dem Moment die Verantwortung dafür. Wenn du z.B. bemerkst, dass du mit dem Bein nervös wippst, halte kurz an, sage dir innerlich: „Ich entscheide mich mit dem Bein zu wippen." Und tue es dann weiter. Sage dir dann: „Mein Wille ist geschehen." - ein Punkt für dich.

Am Abend: Auf wie viele Beweise bist du gekommen? Wie viele wären es wohl gewesen, wenn du die Übung bei jeder kleinen Handlung gemacht hättest?

Mantra: Mein Wille geschieht

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