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Liebe Freundinnen, liebe Freunde und Interessierte,

Ich habe diesen Titel eines Kinderliedes als Überschrift ausgewählt für den Bericht, den Ihr hier lesen könnt. Er ist von einer Teilnehmerin unseres Silvesterevents, den sie uns einen Tag später hat zukommen lassen. Mich haben die "Nachwirkungen" bei dieser Frau sehr berührt; daher möchte ich diesen Bericht allen zur Verfügung stellen - mit ihrer Erlaubnis. Jedes Seminar hinterlässt Spuren in den Menschen - manche eher im tiefen Innern und manche sehr kraftvoll auch im Außen.

Liebe Leila, lieber Björn,
nach der ersten Nacht zuhause, die ich wieder mit wenig Schlaf, aber wunderbaren Gefühlen und Gedanken und einigen tiefen Atemzügen verbracht habe, möchte ich Euch noch ein paar Worte schreiben.

Ein Thema, dem ich mich im Seminar gestellt habe, ist die Wut gegen meinen Ex-Mann. Die Trennung ist schon 7 Jahre her. In den ersten Jahren hat er sich noch um unseren Sohn gekümmert und auch ab und zu Unterhalt gezahlt. Vor 1,5 Jahren hat er den Kontakt dann komplett abgebrochen (mit wenigen Unterbrechungen): Depressionen und Alkohol. Mein Sohn, er heißt Björk und ist 9 Jahre alt, leidet unglaublich darunter. Und meine Wut hat sich dadurch verstärkt, weil ich nun auch noch das auffangen musste: Das Kind trösten, in der Schule um Verständnis für das auffällige Verhalten bitten und Urlaub nehmen, um Björk zu einer Kinderpsychologin zu bringen. Björk hatte sich gewünscht, die Weihnachtsferien bei den Großeltern väterlicherseits zu verbringen. Wir wussten nicht, ob sein Vater dort auftauchen würde. Aber er ist wohl zur Zeit trocken und ist auch dorthin gefahren. Für mich bot sich dadurch noch vor dem Seminar die Gelegenheit, ihn am Telefon zu sprechen und mit Vorwürfen zu überschütten, weil er seinem Sohn diesen Kummer und diese Verzweiflung zufügt. Ich habe ihn so richtig zusammengefaltet.

Gestern Abend (nach dem Seminar) habe ich erst mit Björk telefoniert und dann wieder meinen Exmann ans Telefon gebeten. Ich konnte ihm von ganzen Herzen eine gutes neues Jahr wünschen und die Kraft, dass er es endlich schafft, seinen Weg zu gehen und endgültig vom Alkohol wegzukommen. Er konnte meine Worte annehmen und hat sich dafür bedankt. Danach hat mein Sohn noch einmal nach den Telefonhörer verlangt, um mir zu sagen: "Mama, ich juble, dass ihr euch diesmal nicht gestritten habt!" Er hat wirklich "juble" gesagt. Und ich habe leise geweint.

Heute Nacht, als ich die meiste Zeit wach im Bett lag, ging mir immer wieder der Refrain eines Kinderliedes meines Sohnes durch den Kopf:
Wir öffnen unser Herz und sehen eine andre Welt, in der die Menschen sich lieben.
Schau´n uns in die Augen, weil uns das viel mehr gefällt, komm doch mal rüber von drüben.
Wir haben keine Angst vorm Anderssein!
Wir öffnen unser Herz und sehen eine andre Welt!

Und bei einem weiteren Lied fühlte ich mich noch einmal mit allen aus der Gruppe verbunden, mit denen ich die letzten Tage zusammen sein durfte. Ich habe noch einmal die warmen Wellen gespürt, die in mir waren, als wir uns gestern wie ein gemeinsamer Organismus fühlen durften. Meine tiefe Dankbarkeit möchte ich allen ebenfalls mit einem Kinderlied ausdrücken:

Danke für die schöne Zeit mit Dir. Danke für deine guten Taten hier.
Ich werde immer, immer wieder an Euch denken und mir Bilder von Euch schenken.
- Danke -

Veronika

(Namen sind auf Wunsch von uns verändert worden)

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