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 Interview bei PARSHIP mit Bjørn Thorsten Leimbach

ParshipLieber Herr Leimbach: In Ihrem Buch „Männlichkeit leben" argumentieren Sie, dass sich die Geschlechter immer mehr aneinander annähern. Zunehmend prägen Frauen bei sich traditionell männliche Eigenschaften aus, während Männer sich „feminisieren". Wie konnte es dazu kommen?

Leimbach: In der Tat ist eine zunehmende Entwicklung der Anpassung der Geschlechter und sogar eine starke Tendenz zum Rollentausch zwischen Mann und Frau zu beobachten. Die sog. „Gender-Mainstream"-Bewegung fördert diese Entwicklung ideologisch. Die Gründe dafür liegen vor allem in einem falsch verstandenen Feminismus seit den 70er-Jahren, der Frauen von ihrer eigenen Weiblichkeit abschneidet und weibliche Werte negiert. Gleichzeitig kann man seitdem eine weibliche Dominanz in der Erziehung beobachten: Mutter, Tanten, Erzieherinnen, Lehrerinnen und andere Frauen prägen zunehmend seit den 70er-Jahren die Jungen, die Väter und der männliche Einfluss wurde aus der Erziehung verdrängt. Frauen lehnen für sich zunehmend weibliche Werte wie Einfühlsamkeit, Rezeptivität und Hingabe ab, während sie ihre männlichen Anteile entwickeln. Männer dagegen haben von klein auf von Frauen beigebracht bekommen, Aggression, Kontrolle und Dominanz bei sich abzulehnen und weibliche Attribute zu entwickeln. Das führt heute dazu, dass in einer Vielzahl von Partnerschaften die Frau die Hosen anhat. Glücklich sind aber die allerwenigsten Frauen mit ihrer permanenten Führungsrolle und einem devoten Partner an ihrer Seite.

Was sind die Folgen dieser Entwicklung für die Männer?

Leimbach: Diese mit Frauen aufgewachsenen Jungen haben oft keinen männlichen Einfluss erlebt – sie werden zu großen, lieben Jungen, den „Nice Guys", aber niemals zu wirklichen Männern. Sie haben gelernt, es den Frauen recht zu machen, aber sich selbst als Mann niemals gefunden. Sie tragen eine große Verunsicherung in Bezug auf ihre eigene Männlichkeit mit sich herum, für die sie sich häufig sogar schämen. Jede Aggression wurde ihnen erfolgreich aberzogen: Sie durften sich schon als Jungen nicht balgen und keine gefährlichen Dinge machen – als Erwachsene fehlt ihnen der eigene starke Wille, Standhaftigkeit und Durchsetzungskraft. Der männliche Aspekt ihrer Persönlichkeit ist dann deutlich unterentwickelt und sie wirken weich, angepasst und konturlos. Vor allem aber sind sie emotional und sexuell abhängig von der Partnerin. Um es nochmal in alles Deutlichkeit zu sagen: ohne eine intakte Vaterbeziehung kann ein Junge kein Mann werden! Selbst wenn er beruflich erfolgreich wird, bleibt er innerlich ein Muttersöhnchen, was sich besonders in einer Partnerschaft zeigt. Steht der leibliche Vater nicht zur Verfügung, dann braucht er zumindest einen präsenten und männlichen Ersatzvater oder Mentor.

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