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Flirten zwischen Männern und Frauen ist Ausdruck von Lebensfreude, Sinnlichkeit, Spiel und Humor. Es drückt ein erotisches Grundgefühl von gelebter Weiblichkeit und Männlichkeit aus, indem es die Geschlechtlichkeit von Mann und Frau betont. In ihrem großartigen Werk „Das andere Geschlecht" erklärt Simone de Beauvoir: „Erotik ist eine Bewegung zum Anderen hin; das ist ihr wesentlicher Charakter".

Flirten-macht-SpassErst die betonte geschlechtliche Identität, der Ausdruck der Andersartigkeit zwischen den Geschlechtern schafft eine Spannung, in der sich sexuelles Verlangen entfalten kann. Erst die bewusst gelebte Polarität von Frau und Mann erzeugt die erotische Anziehung, die nach Intimität und letztendlich Sex verlangt.

Wir erleben Deutschland als ein rigides Land, in dem am wenigsten und am schlechtesten geflirtet wird. In vielen anderen Ländern wie Italien, Spanien, Portugal, Jugoslawien sowie ganz Mittel- und Südamerika gilt das erotische Spiel des Flirtens zwischen Mann und Frau ganz selbstverständlich zum alltäglichen Umgang miteinander, zu Hause, auf der Straße, im Beruf oder am Strand. Ob Frau oder Mann – dieses Spiel wird von beiden beherrscht,  wenngleich mit den geschlechtsspezifischen unterschiedlichen Regeln und Signalen. Beide Seiten erwarten, dass der Mann die Frau anspricht, in die Intimsphäre ihres Raumes hereindringt und sie erobert. Doch bevor das geschieht, hat die Frau schon gewählt und ihre weiblichen Signale an den Mann gebracht. Obwohl sie die Einladung nonverbal dem Mann vermittelt, erwartet sie, dass der Mann den Mut hat sie anzusprechen. Sie erwartet auch, dass er nicht gleich wieder aufgibt, wenn sie nicht sofort Interesse zeigt und sich noch etwas ziert. Denn das gehört zum Flirt und zum erotischen Spiel zwischen Mann und Frau dazu. Er ist der Eroberer – mal charmant, mal frech, mal penetrant, mal indirekt. Und sie geht etwas darauf ein, lächelt, lässt Körperkontakt zu, um sich dann wieder zurückzuziehen oder auch Widerstand zu geben. Flirten ist ein Spiel, in dem sich Sinnlichkeit, Lebensfreude und gelebte Erotik im Alltag zwischen Mann und Frau ausdrückt. Es hat kein erklärtes Ziel, sondern ist Selbstzweck.

Wer schon mal in einem der erwähnten Länder war und gelernt hat mitzuspielen wird sich hier wie in einer Wüste vorkommen. Kaum ein intelligenter deutscher Mann traut sich hier eine fremde Frau öffentlich anzusprechen, geschweige denn zu flirten oder gar ein sexuelles Angebot zu machen. Dazu wurde Männern hier zu lange beigebracht, dass sie sich für ihre Männlichkeit zu schämen haben und sie besser verstecken sollten. Und Frauen haben in 40 Jahren Feminismus beigebracht bekommen, dass jeder Flirtversuch oder erotische Annäherung, die ihnen nicht gefällt, als ein Akt von Sexismus und Diskriminierung abgewertet wird.

Schlafzimmerpolitik

Das kollektive Bewusstsein hat den Bezug zum spontanen natürlichen und verspielten Ausdruck der Sexualität verloren. Die „Gender Mainstream"-Bewegung versucht jede Polarität zwischen Mann und Frau als anerzogen und diskriminierend zu leugnen. Und so gehen wir hier in Deutschland auf eine Unisex-Gesellschaft zu, die jede Geschlechtlichkeit und Sexualität verleugnet. Wenn alle demokratischen Errungenschaften, wie Gleichheit und Konsens 1:1 auf zwischengeschlechtliche Beziehungen und ins Schlafzimmer übertragen werden, dann sind alle Liebesbeziehungen und sexuellen Begegnungen zwar demokratisch und politisch korrekt, aber totlangeilig. Lebensfreude, Erotik und letztlich der Sex bleiben auf der Strecke. Es verwundert deshalb auch nicht, dass die sexuelle Aktivität der Deutschen in den letzten Jahrzehnten rückläufig ist.

Der aggressive Aufschrei einiger Frauen von Sexismus steht jedoch im Widerspruch zum offensichtlichen Verhalten von Frauen. Wie viele Frauen stylen sich aufwändig bevor sie ausgehen. Wieviel Geld geben sie aus für Makeup, Kleidung, Schmuck, Kosmetik u.a. um aufzufallen und beim Mann anzukommen. Auch deutsche Frauen wünschen sich vom Mann gesehen, angesprochen und verführt zu werden. Auch wenn sie gleichzeitig vielleicht davor Angst haben, wollen sie nicht von ihm vorher um Erlaubnis gefragt werden, ob er sie küssen darf. Und die meisten finden es abtörnend wenn erfragt: „Gehen wir zu mir oder zu dir?" Männer, die besonders nett sind, immer den Frauen zur Verfügung stehen, zurückhaltend neutral sind werden die besten Freunde der Frau aber nicht ihre Geliebten. Das pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern der vielen Frauenromane. Und eines der weitverbreitetsten Klageliedern von Frauen ist, dass sie so allein wie sie gekommen sind nachts aus der Disco wieder nach Hause gehen, da kein Mann es gewagt hat, sie anzusprechen oder zum Tanzen aufzufordern.

Der Grund dafür? Deutsche Männern sind meist „verbrannte Kinder". Zum einen haben die meisten Männer in Deutschland schon von ihren emanzipierten Müttern gelernt, dass sie eine geschichtliche Generalschuld Frauen gegenüber haben. Sie tragen eine tiefe Scham in sich Mann zu sein und Frauen sexuell zu begehren. Sie haben gelernt unter gar keinen Umständen Frauen zu nahe zu treten oder zu verletzen, wie es ihre angeblich so unsensiblen Väter und Großväter nach Aussage der Mütter taten. Sie haben gelernt alles Männliche, Verwegene, Freche, Abenteuerlustige, Aggressive und Sexuelle in sich zu unterdrücken und in der Gegenwart von Frauen zu verstecken. Nur so ist es erklärbar, dass Männer, denen wir mit viel Unterstützung und Empathie versuchen beizubringen Frauen auf der Straße anzusprechen mit panischer Angst reagieren. Dazu gehören auch Führungspersönlichkeiten und gestandene Männer, die genau dies erleben, wenn sie auf eine unbekannte Frau zugehen. Und deshalb werden Frauen auch von deutschen Männern nicht auf der Straße angesprochen. Junge Frauen dagegen haben gelernt sich nichts von Männern gefallen zu lassen. Dementsprechend ungehemmt aggressiv sind viele junge Frauen Männern gegenüber ohne dabei ein Unrechtsempfinden zu haben. Sie haben gelernt, dass sie sich für jahrhundertelange Unterdrückung zur Wehr setzen sollten. Und deshalb haben es deutsche Männer auch richtig schwer – zumindest mit deutschen Frauen.

Die aktuelle einseitige und äußerst emotionale Debatte zum Thema Sexismus trampelt die wenigen Flirtoasen, die es in Deutschland gibt, nieder. Diese Debatte wird mit einer erschreckenden Aggressivität und Vorwurfshaltung seitens der Frauen geführt,. Treffend formulierte dies die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte von Goslar , Monika Ebeling, in der Talkshow ZDF Login: „Ich finde, es ist eine Debatte, die den Geschlechterkampf anfeuert - das finde ich nicht gut an der Sache. Und sie ist sehr einseitig parteilich, wie nämlich für die Frauenseite eine Hypersensibilität entsteht und die Empathie für die Männerseite fast gänzlich verloren geht."

Hierbei dürfen wir ganz aktuell noch einmal die Opfer-Täter-Dynamik erleben: Frauen sind noch immer identifiziert mit ihrer Opferrolle. Sie vergessen schlichtweg, dass sie einen Mund haben, der „Nein" sagen kann, Hände, die abwehren und ein deutliches Stop setzen können und zwei Füße, die einfach weggehen können. Gleichzeitig werden sie zu Täterinnen, indem sie Mann beschuldigen, verunglimpfen und anklagen . Sie haben ja das Recht (und auch die Rechtsprechung) dazu. Diese Rechthaberei führt zu einem distanziert-intellektuellen Umgang zwischen den Geschlechtern. Unseren Teilnehmern in den Seminaren sagen wir jedoch:
Wer Recht haben will kann nicht lieben.

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