Regeln und Rahmenbedingungen für unsere Seminare

Mit unseren Seminaren haben wir den Anspruch, Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Daher führen wir Menschen professionell an und über ihre Grenzen - mit Verantwortung und mit didaktisch-psychologisch fundierten Seminarkonzepten, die wir in etwa 20 Jahren entwickelt haben. Die Menschen, die zu uns kommen sind immer wieder überrascht vom Tiefgang und der Dimension unserer Arbeit.

Dafür braucht es einen Schutzraum, den äußerlich unsere Seminarhäuser bieten. Inhaltlich braucht es klare Strukturen und Regeln, die von uns vorgegeben werden. Diese dienen dazu Vertrauen in der Gruppe aufzubauen und eine inhaltlich sehr tiefgehende Arbeit durchzuführen. Wir erwarten einen respektvollen und aufrichtigen Umgang miteinander, was sich auch in den Regeln spiegelt. Diese sollen auch die Intimsphäre unserer Teilnehmer schützen.

Daher setzen wir die Bereitschaft voraus, sich auf klare Strukturen und Regeln einzulassen. Dazu gehören:

  • Übernachtung im Seminarhaus
  • Anwesenheit in allen Sessions
  • Pünktlichkeit, kein permanentes Rein- und Rauslaufen nach Belieben
  • Körperpflege und Hygiene
  • Alkohol- und Drogenverbot während des Seminars
  • Handy- und Fotoverbot im Seminarhaus
  • Einhaltung der Strukturen
  • Geheimhaltung der Informationen über andere Teilnehmer
  • Wir erwarten ehrliche Angaben beim Ausfüllen der Anmeldung

Verbindlichkeit
Wir und unser Team sind verbindlich für die Menschen da, um sie zu betreuen. Die Gruppenprozesse und Strukturen sind so konzipiert, dass wir mit der Verbindlichkeit der Teilnehmer rechnen. Konkret bedeutet das, dass wir sehr bemüht sind die Teilnehmerzahl in Single-Seminaren und in den Jahrestrainings exakt zwischen Männern und Frauen auszugleichen, was teilweise eine große Herausforderung darstellt. Wenn Menschen kurzfristig stornieren, in Sessions nicht erscheinen, abbrechen oder abreisen, bleiben einzelne Menschen ohne Partner. Dies können wir nur innerhalb eines gewissen Rahmens ausgleichen. Selbst wenn Menschen in intensive Prozesse kommen, mit eigenen Grenzen oder Vorbehalten konfrontiert sind, bemühen wir uns um Möglichkeiten, sie zu begleiten und zu integrieren. Das setzt aber eine verbindliche Haltung der Teilnehmer voraus und die Bereitschaft, am kompletten Seminarprogramm teilzunehmen.

Solltest du mit dieser Ausrichtung und den grundlegenden Regeln nicht einverstanden sein oder eine eher unverbindliche offene Gruppe suchen, sind wir nicht die richtigen Seminaranbieter für dich. Die Motivation nicht alleine sein zu wollen oder jemanden kennen lernen zu wollen, reicht für unsere Seminare nicht aus, es erfordert die Bereitschaft sich auf intensive Begegnungen mit sich selbst und anderen einlassen zu wollen. Außerdem erwarten wir ein soziales Engagement, um sich in die Gruppe zu integrieren, das bedeutet manchmal persönliche Vorlieben oder Befindlichkeiten dem gemeinsamen Gruppenprozess unterzuordnen.

Körperliche Belastbarkeit
Ein großer Teil der Übungen sind körperbezogen und basieren auf Elementen der Körperpsychotherapie, Bioenergetik, Tanz und Bewegungsübungen. In sog. aktiven Meditationen führen wir Menschen innerhalb eines therapeutischen Prozesses an körperliche Belastungsgrenzen heran. Aber auch Körperübungen und Massagen am Boden setzen eine grundlegende Fitness voraus, um lange Zeit zu sitzen oder zu knien. Wir erleben immer wieder, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder auch massivem Übergewicht nicht in der Lage sind an diesen Übungen teilzunehmen. Für sie selbst, aber auch für die Gruppe bzw. die Übungspartner ist das problematisch, wenn sie in Teilen des Seminars als Zuschauer daneben sitzen. Wir setzen also eine normale körperliche Belastbarkeit und Sportlichkeit voraus, sowie ein Körpergewicht, das nicht einschränkt – für diese Menschen sind die Übungen konzipiert und justiert. Bei Zweifeln oder Fragen bitte anrufen und nachfragen!

Intimität und Nacktheit
Dies ist ein Standard-Thema, vor allem bei Frauen. Bei den Themen Partnerschaft, Liebe und Sexualität geht es natürlich um Begegnung und Intimität. Das hat nur begrenzt etwas mit Nacktheit und körperlicher Intimität zu tun – hier kann jede und jeder seine eigenen Grenzen setzen und auch den Übungspartner aussuchen. Wir setzen aber eine Bereitschaft voraus, sich auf verschiedene Übungspartner einzulassen. Wer in einer Gruppe von 40 Menschen sich nur auf seine drei „Lieblingspartner" einlassen will und aussteigt, weil er keinen der drei „abbekommt", wird wahrscheinlich Probleme bekommen. Wer nicht bereit ist, Männer und Frauen in einer respektvollen und liebevollen Form zu umarmen, wird ebenfalls keine Freude an unseren Seminaren haben. Die meisten Übungen und Strukturen finden angezogen statt. Für einige Berührungsübungen, Massagen oder Initiationen ist es sinnvoll unbekleidet zu sein. Wer aber z.B. Dessous anlassen will, kann dies tun. Auch hier kann im Zweifelsfall ein Gespräch mit uns Klarheit bringen.

Wartelisten
Diese Regeln dienen unseren Teilnehmern und der inhaltlichen Arbeit. Wir haben mittlerweile für fast alle Seminare Wartelisten, mal für Männer, mal für Frauen. Meist lohnt es sich, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen, das kann sich manchmal schnell ändern. Wir sind auch aufrichtig bemüht eine homogene Gruppe mit möglichst passenden Übungspartnern zusammen zu stellen, was bedeutet, dass wir sehr junge oder ältere Menschen auf eine Warteliste setzen oder für eine spezifische Gruppe ablehnen, wenn es keine Übungspartner in dieser Altersgruppe gibt. Dies tun wir im Interesse unserer TeilnehmerInnen und der Gruppe.

Wir bitten darum, sich nur dann anzumelden, wenn diese grundlegende Ausrichtung mit den Regeln akzeptiert werden.