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Männliche Abhängigkeit in Liebesbeziehungen

Männliche AbhängigkeitLeidest du unter den Konflikten in deiner Partnerschaft?
Hängt deine Tagesform von deiner Beziehung ab?
Ist deine Partnerin emotional stärker und dominanter als du?
Bemühst du dich nach Kräften deine Frau glücklich zu machen, aber erntest immer mehr Kritik?
Gehen bei dir Beziehungsprobleme und Ehekrisen an die Substanz?

Dann könnte dir dieser Artikel wichtige Hinweise zur Verbesserung deiner Partnerschaft, aber vor allem für dein Mannsein geben.

Heute war ein Mann zur Einzelberatung bei mir, der unter der extremen emotionalen Abhängigkeit von seiner Partnerin leidet.
Günter* schildert seine Partnerschaft so, dass er Phasen großer Liebe, Verbundenheit und auch sexueller Erfüllung und Ekstase erlebt, aber dass dies dann plötzlich kippt und beide sich in erbittertem Streit befinden. Seine Partnerin macht ihm Vorwürfe oder inszeniert Dramen, die ihn dann so sehr aus der Bahn werfen und seine Verlassensängste aktivieren, dass er nicht mehr schlafen kann und sich auch nicht mehr auf seine täglichen Aufgaben und Kontakte konzentrieren kann.

Bei jeder Kritik von ihr stellt er sich selbst als Mann und als Liebhaber in Frage - solange, bis wieder Frieden eingekehrt ist. Er schildert seine Beziehung als ein Auf und Ab der Extreme von Verschmelzung, Intimität und Liebe auf der einen und erbitterten Diskussionen, Verletzungen und Dramen auf der anderen Seite. Dies quält ihn so sehr, das er manchmal seine Partnerin verlassen und das ganze Drama beenden will, weil er die emotionale Belastung nicht mehr aushält.

Auf meine Nachfrage hin kommt heraus, dass auch seine letzte mehrjährige Partnerschaft nach demselben Muster funktionierte. Was ist hier los?

Mangelnde emotionale Loslösung von der Mutter

Als Säugling oder Kleinkind sind wir emotional so sehr mit der Mutter verbunden, dass wir noch nicht unterscheiden können, was ihre und welches die eigenen Gefühle sind. Das eigene emotionale Erleben ist ganz und gar von der Mutter abhängig: ist sie traurig, so erlebt auch der Säugling Traurigkeit, ist sie fröhlich, so erlebt dies auch das kleine Kind.

Das ist alles im „grünen Bereich" der normalen Entwicklung. Ist aber eine Mutter emotional nicht ausgeglichen, etwa depressiv, verbittert oder süchtig, so erlebt ihr Kind diese belastende Grundatmosphäre. Es liebt seine Mutter sehr und möchte ihr helfen. In seiner kindlichen Allmachtsvorstellung glaubt es, dass es verantwortlich oder sogar schuld ist an dem Leid der Mutter und bemüht sich darum, sie durch sein Verhalten wieder glücklich zu machen.

Ist die Mutter in ihrer Ehe unglücklich und macht dafür vor dem Jungen ihren Mann verantwortlich, so übernimmt der Junge oft diese Sichtweise der Mutter: „Papa ist schuld, dass es Mama so schlecht geht." Bei Günter war die Botschaft: „Papa verletzt Mama und ist nie für sie da." Und so schwört sich der kleine Günter: „Ich mache es besser als Papa. Ich rette Mama aus ihrem Unglück. Ich werde sie nie verletzen und immer für sie da sein."

Er geht in Konkurrenz zum Vater und bemüht sich als Sohn der Mutter einen Partnerersatz zu bieten, was natürlich erstens unangemessen und zweitens zum Scheitern verurteilt ist.

Dramatisch einseitig wird die Entwicklung des Jungen, wenn kein Korrektiv durch die väterliche Beziehung entsteht, also wenn die Vaterbeziehung in irgendeiner Weise gestört ist. Denn der Vater hat die Aufgabe, den Jungen der mütterlichen (und oft allgemein weiblichen) Einflusssphäre zu entreißen und ihn für die Männerwelt zu begeistern. Nur so erlangt der Junge allmählich eine emotionale Unabhängigkeit von der Mutter.

Diese Aufgabe erfüllten über den Vater hinaus in verstärktem Masse traditionelle Initiationen, in denen Jungen ihren Müttern entrissen und in die Welt reifer Männer geholt wurden. Leider fehlt in unserer Kultur meist auch dieser Aspekt der Einführung in die Männerwelt, um den Jungen aus dem weiblichen mütterlichen Einfluss zu befreien.

Wächst nun ein Junge wie Günter mit weiblichem dominanten Einfluss auf, so bleibt eine latente Abhängigkeit von der Mutter bestehen - er wird eben nicht richtig Mann, sondern bleibt ihr braver Sohn. (Das Muttersöhnchen ist Neutrum, nicht männlich!) In Günters Fall wurde dies noch verstärkt durch die Tatsache, dass er „Nesthäkchen", jüngstes von drei Geschwistern war, an dem die Mutter besonders hing.

Das Mutterthema in Liebesbeziehungen

Wird diese Abhängigkeit von der Mutter nicht in der Jugendzeit gelöst, so wird sie mit in die Partnerschaft genommen. In einem schleichenden Prozess wird der vermeintliche Mann immer mehr zum Sohn und die Partnerin zur Mutter. Dies wirkt sich natürlich für die Partnerschaft und den gegenseitigen Respekt sehr negativ aus, für das Sexualleben ist es meist katastrophal, denn: welche Frau schläft schon gern mit ihrem Sohn?

Bist du ein Muttersöhnchen?

Anhand dieser Fragen kannst du das für dich überprüfen - Psychotests sind ja mittlerweile auch bei Männern sehr beliebt ;-)

  • Hältst du es aus, dass deine Partnerin dich kritisiert, beschimpft oder ablehnt ohne dass du dauerhaft aus dem emotionalen Gleichgewicht kommst?
  • Kannst du Traurigkeit, Wut oder Enttäuschung bei ihr stehen lassen ohne dich zu rechtfertigen oder zu verteidigen?
  • Reagierst du auf Kritik oder Vorwürfe mit Gewaltandrohung oder körperlicher Gewalt?
  • Lässt du Dinge mit dir machen, die du dir selbst nie rausnehmen würdest?
  • Kannst du „Nein" sagen, Grenzen setzen und sie enttäuschen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen?
  • Fühlst du dich verantwortlich für ihre Gefühle und ihr Glück?
  • Gibst du Dinge, die dir im Leben wichtig sind für deine Partnerin auf?

Wenn du mehrere Fragen mit „Ja" beantwortest, dann musst du dir eingestehen, dass du mit einem Teil deiner Persönlichkeit noch Mamasöhnchen bist und dich nicht gelöst hast.

Was kann ich in meiner Beziehung tun?

Günter fragte mich natürlich: „Was kann ich denn jetzt konkret in meiner Beziehung tun?"

Erst noch mal ein Schlenker von mir dazu. Er „versprach" seiner Mutter: „Ich mache es besser als Papa. Ich rette Mama aus ihrem Unglück. Ich werde sie nie verletzen und immer für sie da sein." Und diese innere Haltung wird auf die Partnerschaft übertragen - übersetzt heisst das dann: „Ich mache es besser als die anderen Männer. Ich rette dich aus deinem Unglück. Ich werde dich nie verletzen und immer für dich da sein."

So sind in jeder Partnerschaft die Dramen vorprogrammiert, die ihn zum Sohn und sie zur Mama machen.

Die männliche Sichtweise

Der 1. Schritt: „Papa, ich mache es genauso wie du." Löse dich von der Sichtweise deiner Mutter über ihren Mann und lerne ihn mit neuen Augen zu sehen. Zeige deinem Vater Respekt und erkenne, dass es etwas von ihm zu lernen gibt - egal welche Vorbehalte es deinem Vater gegenüber gibt.

Wenn deine Partnerin dir gegenüber ihre Ex-Partner kritisiert oder beschuldigt, dann klink dich nicht ein, um zu beweisen, das du aber lieber, einfühlsamer... bist. Du hörst wieder mal nur die Seite der Frau und kennst die Darstellung des Mannes nicht. Also kannst du dir kein Urteil bilden. Wenn du davon überzeugt bist, dass die Frau Recht hat, dann bist du in deiner „Kindheitstrance".

Besser ist es, ihr einfach nur zuzuhören, ihre Gefühle wahrzunehmen und die Sache so stehen lassen. Du musst und kannst letztendlich keine Stellung beziehen. Wenn es dich belastet, dann mache deutlich, dass du nicht über ihre Ex-Partner reden möchtest.

Der 2. Schritt: Du bist nicht verantwortlich für ihre Gefühle, schon gar nicht schuld daran, wie sie sich fühlt. Du kannst durch deine Worte oder Handlungen Auslöser für bestimmte Gefühle sein oder ihr bestimmte „Knöpfe drücken", aber mit derselben Sache kannst du bei zwei Menschen ganz verschiedene Gefühle auslösen. Jeder ist für seine eigenen Gefühle selbst verantwortlich, auch wenn wir gerne in Projektionen leben. Mach dir das deutlich.

Der 3. Schritt: Du kannst deine Partnerin nicht retten Sie muss ihre Lebensthemen selbst lösen und ihr Leben selbst meistern. Du bist definitiv nicht derjenige, der ihr helfen kann ihr Leben besser in den Griff zu bekommen, alte Verletzungen zu heilen oder insgesamt glücklicher zu werden.

In der ersten Verliebtheitsphase werden solche romantischen Dinge versprochen wie: „Ich mache dich glücklich." Oder „Mit mir wirst du erleben, dass du dich auf einen Mann verlassen kannst." oder anderes. Lass es einfach sein. Zeig ihr deine Gefühle, aber versprich nicht schon wieder wie damals bei Mama Dinge, die deine Macht übersteigen und die sich gegen dich wenden werden. Ihre Freundinnen oder ihre Therapeutin ist da mit Sicherheit die bessere Adresse als du es bist.

Der 4. Schritt: Halte die Gefühle deiner Partnerin aus. Wenn sie weint, schreit, wütet oder schimpft höre einfach mal zu und halt um Himmels willen die Klappe. Es bewirkt Wunder. Warum? Viele Frauen haben einen besseren Zugang zu ihren Emotionen und drücken sie auch aus, was gesund und sehr befreiend sein kann. Nur leider verlieren sie sich oft darin und geraten dann von einem Drama ins nächste.

Wenn du so eine Frau als Partnerin hast, dann wirst du wahrscheinlich von ihrer Emotionalität einerseits fasziniert sein (z.B. ihrer Lebensfreude, Neugier, Spontaneität, Lachen, Ekstase...) und andererseits abgeschreckt sein (von ihrer Wut, Angst, Depression, Verletzung...). Der zweite Aspekt kommt meist erst nach einiger Zeit in Beziehungen zu Tage. Deine Partnerin verwickelt dich in ihre Dramen und dann verhakt ihr euch: diskutiert, beschuldigt, rechtfertigt, erklärt, analysiert... ohne Ende.

Der Fels in der Brandung

Frauen sagen häufig, sie wollen Gefühle bei ihrem Partner sehen und dass er auf ihre Gefühle eingeht. In Beratungen sagen Frauen häufig, dass sie im Grunde genommen von ihrem Partner erhoffen, dass er sie aus ihren Dramen herausholt und einen stabilen Pol darstellt.

An einem Fels in der Brandung können sich die Wellen zwar erst mal heftig brechen, aber er bietet auch Ruhe und Sicherheit. Werde nicht zum Spielball ihrer Gefühle wie ein Treibholz im Sturm. Das hat nicht mit Liebe, Einfühlung oder Verständnis zu tun. Verliere dich nicht in ihren Gefühlen wie du es als Junge bei Mutter getan hast.

Der innere Raum der Stille

In den Wogen der weiblichen, aber auch der eigenen Emotionen braucht es einen inneren Raum der Stille, Zentriertheit und Ruhe. Wenn du diesen Raum für dich nicht kennst und kultivierst, werden dich starke Emotionen immer wieder aus der Bahn werfen. Meditation ist ein äußerst wirkungsvolles Mittel, um innere Freiheit, Stille und Kraft zu finden.

Es bringt aber nichts mal einen Meditationskurs zu belegenund zu hoffen, dass es dann anders wird. Erst wenn du regelmässig diesen inneren Raum der Ruhe in Kraft in dir aufsuchst, z.B. durch regelmässiges Meditieren wirst du ihn auch im Alltag halten können. Denn: der Erfolg deiner Meditationspraxis zeigt sich nicht, wenn du ohne Ablenkung auf deinem Sitzkissen sitz und dabei inneren Frieden findest, sondern wenn du diesen Raum des inneren unbeteiligten Zeugen in dir auch dann wahrnehmen kannst, wenn deine Partnerin dich mit ihren Emotionen konfrontiert.

Männer aus meinen Seminaren mit fortgeschrittener Meditationspraxis beschreiben es als eine ganz neues „Standing" in solchen Dramen, wenn sie im „emotionalen Sturm" einen inneren Raum der Ruhe und Zentriertheit in sich spüren können. Nur um Missverständnisse zu vermeiden: dies hat nicht mit Coolness oder Verleugnen der eigenen Gefühle zu tun. Es ist möglich offen zu sein auch für dir unliebsame Gefühle eines anderen Menschen UND innerlich in deinem Zentrum zu bleiben.

„Shiva Netra" wird dieses Zentrum in den tantrischen Schriften genannt, das „Auge Shivas" wie das Zentrum des Hurricans, in dem es absolut still ist. Wenn du einmal erlebt hast dort zu verweilen, während rings um dich herum der Orkan wütet wird sich dein Leben auf grundlegende Weise verändern. Aber um ehrlich zu sein: es braucht viel Disziplin, Meditationspraxis und erfahrene Unterstützung.

Der 5. Schritt: „Ich werde dich nie verletzen und immer für dich da sein". Dieses Versprechen zu lösen fällt vielen Männern sehr schwer. Aber du kannst damit nur scheitern. Hast du jemals von einer Beziehung gehört, in der es keine Verletzungen gab? Völlig utopisch.

Immer werden durch irgendetwas alte Wunden aktiviert, das lässt sich nicht vermeiden. Jedesmal, wenn der Junge etwas getan hat, was Mutter ablehnte oder verletzte, wenn er für sich statt für sie da war plagte ihn sein schlechtes Gewissen und er bemühte sich darum, dies als Mutters braver Junge wieder gut zu machen.

Viele Männer, wie Günter, ertragen es nicht, wenn sie ihrer Partnerin Grenzen setzen, weil sie für sich gehen und ihre Partnerin sich verletzt fühlt. Sie drückt unbewusst genau den alten Knopf: "Ich leide, weil du mich so verletzt, weil du nicht für mich da bist, wenn ich dich brauche."

Ein Mann der zu sich steht, hat das nötige Rückgrat um deutlich zu machen, dass er manchmal für sich handeln muss, auch wenn er zu seiner Partnerin dann mal „Nein" sagen muss. Das ist etwas völlig anderes, als sich heimlich davonzumachen oder „"Ja" zu sagen ohne es wirklich zu meinen, nur aus Angst vor dem Konflikt.

Erst wenn ein Mann den Mumm und die innere Freiheit hat aufrichtig und mit Respekt „Nein" zu sagen kann er auch aus ganzem Herzen „JA" sagen. Das spürt eine Frau, denn sie erträgt lieber mal ein klares „Nein" als ein ständiges lauwarmes „Jein" - sie verliert dabei nämlich den Respekt für den Mann. Wenn sie anfängt für dich zu denken und dir zu sagen, was gut für dich sei, weil du es selbst nicht kannst ist es bedenklich.

In einem Jahrestraining habe ich die Frauen in der Runde einmal gefragt: „Was bevorzugt ihr: einen Mann, der dich niemals verletzt und bereit ist sich dafür aufzugeben oder einen, der dich manchmal verletzt und enttäuscht, die Grenzen setzt, aber der zu sich steht?" Fast alle Frauen zogen zur völligen Verblüffung der Männer letzeres vor.

Ein Mann drückte den Schock folgendermassen aus: „Mein ganzes Leben lang habe ich mich darum bemüht Frauen nicht zu verletzen, um ihnen meine Liebe zu beweisen. Wie konnte ich mich so irren?" Verschaffe dir Respekt mit Aufrichtigkeit, Mut zu deiner Wahrheit und zu Konflikten, halte die Gefühle deiner Partnerin aus und du wirst auf Dauer Respekt und Bewunderung ernten.

Der 6. Schritt: Loslösung von der Mutter
Dies in der Tiefe auch auf einer unbewussten Ebene zu tun ist ein größeres Projekt. Du kannst sie nicht mit ein paar Sätzen oder einer Übung, wie in manchen Ratgebern empfohlen „billig loswerden". Eine wirkliche Lösung von der Mutter verändert dich und dein Leben als Mann und bedeutet einen vielschichtigen Prozess.

In meiner Arbeit mit Männern biete ich Initiationen, in denen sich die Männern ihren Ängsten und verdrängten Gefühlen stellen und ihre Grenzen erweitern. Dazu bedarf es fachkundige Unterstützung sowie andere Männer, die als Zeugen und wahre Freunde daran teilhaben. Der Anfang ist hier immer das Eingeständnis der emotionalen Abhängigkeit von Frauen bzw. der Mutter dir selbst gegenüber. Denn: wer möchte schon gern ein „Muttersöhnchen" sein?

Die von uns entwickelte Meditation der Wertschätzung stellt einen weiteren wirkungsvollen Schritt dar, den du auch für dich alleine gehen kannst.

Das Herzenskrieger-Projekt

stellt eine tiefgreifende und nachhaltig wirksame Initiation ins Mannsein dar. Dazu gehört:
1. Der Schritt auf den Vater zuzugehen: Versöhnung und Heimat in der Männerwelt zu finden. Eine positive Haltung zu Aggressionen finden, emotionale Nähe und wirkliche Freundschaften mit Männern zulassen, Konflikte nicht als Bedrohung, sondern als positive Herausforderung zu sehen
2. Schritt: emotionale Abnabelung von der Mutter auf einer tiefenpsychologischen Ebene, unrealistische Frauenbilder wie z.B. „Heilige und Hure" zu aktualisieren, um Frauen realistisch und unabhängig von der Mutter als Menschen sehen lernen
3. Schritt: Selbst-Sicherheit in der eigenen männlichen Identität finden, Unabhängigkeit, Freiheit, emotionale Stärke und Stabilität finden, dem eigenen Leben eine Ausrichtung geben, die Kraft der inneren Zentrierung erleben

Übrigens, um ein verbreitetes Vorurteil zu entkräften: in meine Männersseminare kamen bislang nur heterosexuelle Männer (obwohl sie grundsätzlich auch für schwule Männer offen sind). Wer Probleme hat, sich auch einem Mann emotional zu zeigen oder auch mal einen Mann in den Arm zu nehmen hat vermutlich als Junge emotionale Nähe und angemessenen Körperkontakt mit seinem Vater vermissen müssen. Es heilt und verändert vieles in deinem Leben, wenn du einen ehrlichen und herzlichen Zugang zu Männern entdeckst.

Noch etwas: Ich werde manchmal gefragt, ob die Männer sich durch diese Seminare nicht immer mehr von den Frauen entfernen und beziehungsunfähig werden. Erstes ja, sie entfernen sich vom weiblichen Pol und stärken ihren männlichen Pol. Der Effekt ist verblüffend. Die meisten Teilnehmer leben in einer Partnerschaft. Wenn ich am Montag nach einem Männerseminar später ins Büro komme grinst mich unsere Mitarbeiterin im Büro schon immer breit an, weil jedes Mal Partnerinnen der Männer anrufen oder mailen, um sich zu bedanken. Eine Frau brachte den Effekt auf den Punkt: „Zum ersten Mal in unserer Ehe hab ich den Eindruck kein 4. Kind (sie hat 3 Kinder), sondern einen Mann vor mir zu haben." Lies selbst, was die Männer so schreiben.

Das Herzenskrieger Training bringt dich bewusst an persönliche Grenzerfahrungen und kann dich emotional erschüttern. Dein Herz und der Krieger in dir wird durch andere Männer „wachgerüttelt". Du wirst dabei durch ein erfahrenes Team kompetent begleitet und dich getragen fühlen durch eine Herzlichkeit und Freundschaft unter Männern, die im Leben nur selten zu finden ist.

Wenn du dich in diesen Schilderungen wieder findest und bereit bist dich zu verändern, dann freue ich mich, dich im Training zu begrüssen.

Lies selbst, was Männer nach dem Training über die Auswirkungen auf ihr Leben schreiben.

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